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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 3 · p. Seite 271

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 3
Article
Babylonisches im babylonischen Talmud
Date
1910-01-01
Page
Seite 271 (sequence 4)
Language
German
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Babylonisches im babylonischen Talmud. 271 muds sein und für עשר בארו wird משר באדר oder -משר ואדר zu lesen sein. Im ersteren Falle müßten wir annehmen, daß das Fest des MäSaru im Adar gefeiert wurde... Im letzteren Falle hätten wir in Adar eine Erscheinungsform des Sonnengottes — es ist noch unsicher ob des Gottes, der Ostsonne oder des Gottes der Süd- und Sommersonne (s. KAT3, S. 408), welche auch in der Bibel (2 אדרמ^ך Kön. 17, 31) genannt wird. (Sollte vielleicht unter עשר der־ »Pfeilstern me§r£«, zu welchem dieser Gott Beziehung hatte, also משר (s. Jensen, Kosmol. S. 150 u. KAT 3 409) gcmeint sein?) Nach den Forschern, die Adadmalik lesen, müßte freilich auch an unserer Stelle אדר gelesen werden. Dieser war der Verderben bringende Gewittergott, der als Orakelgott stets in Verbindung mit Samas genannt wird. (Vgl. Zimmern in KAT 3, S. 419) und die von demselben (Beiträge S. 96 und 190) veröffentlichten Gebete^ an §ama§ und Adad, Er würde demnach gleich den anderen erwähnten Göttern dem Kreise des Sonnengottes SamaS angehören, dessen Züge wie die Bel’s und anderer Götter infolge der politischen Vorherrschaft Babels auf Marduk, den Hauptgott der Metropole, übertragen wurden. (Bel und Marduk sind so ganz ineinander aufgegangen, daß der Talmud Aboda sara 11b nur ein מת בל als Götzentempel Babels nennt. Vgl. hiezu Jeremias, das A. T. im Lichte des alten Orients 97 — 100 und Zimmern in KAT3, S. 355 und 370—375). Die Göttinen der göimengöttfeeli Sarpanliii, Gattin B&rduks. Sanhedrin 63 b wird םכ1ת 3נ1ת (!!. Kön. XVII. 1, 30) mit תךכנוילת — Henne (jerusah Ab. sara III, 2 S. 43 fügt ופרחיה hiezu) erklärt, wie allgemein angenommen wird, weil סכות von סכר abgeleitet wurde. Da der babyion. Talmud das Wort בנ1ת gar nicht zu erklären versucht, muß angenommen werden, daß der Talmud nicht an eine Über- Setzung der biblischen Bezeichnung, sondern an eine sym—

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