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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 2 · p. Seite 254

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 2
Article
[Rezension]
Date
1910-01-01
Page
Seite 254 (sequence 17)
Language
German
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IRI
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254 Besprechungen. Gebote. Die ersteren werden im Buche אהבה, die letzteren im Buche זמנים dargestellt.1) Allein die richtigen Lehren von Gott und die Gebote, die an ihn und seine weise Führung erinnern, genügen nicht, um den Mensehen zur Erkenntnis und Gottesliebe zu erheben. Dazu gehört noch etwas, was sehr wichtig ist, nämlich die Sittlichkeit und die Mäßigkeit in Speise und Trank. Nur der sittliche und mäßige Mensch kann der Gotteserkenntnis und folglich der Gottesliebe teilhaftig werden. Die ersie Voraussetzung der Sittlichkeit ist aber die Ehe, die Familiengrün düng. Daher folgen auf זמנים die zwei Bücher נשים und קדושה. Evsteres behandelt die Ehe, letzteres die Heiligung im gescblechilldien Verkehr und im Genüsse von Speisen. Diese Heiligung führt oft zu Gelübden und Schwüren, daher das 6. Buch המלאה. Nun verlangen wir vom sittlichen Menschen, der durch'Gotteseikenntnis sich ihm nähert und ihn liebt, daß er bestrebt sein soll, ihm zu gleichen. Daher führt die Goftesliebe zu Menschenliebe, die sich in erster Reihe nicht im Almoseugeben manifestiert, sondern in den Gaben der Feldfrüchte, wie sie die Bibel uns vorschreibt, wobei die Ehre des Armen mehr geschont wird, daher das VII. Buch זרעים, welches alle die Gaben an Arme, an Priester und Leviten, die ja auch zu den Armen gehören, enthält. Erst dann ist der Mensch würdig, seinem Gotte eine Stätte 2u errichten und ihm 711 dienen, wobei die Becbachtung der Reinheiisgesetze notwendig ist. Daher die folgenden Bücher קרבנות ,עבודה und טהרה. Damit sind die Pflichten des Menschen gegen Gott erschöpft. Der Mensch lebt aber nicht allein, sondern in Gesellschaft Soll er in seiner Entwicklung und Vervollkommnung nicht gehindert werden, so müssen Gesetze vorhanden sein, die seine Beziehungen zu seinen Mitmenschen ordnen. Daher die restlichen 4 Bücher, welche die Gebote enthalten, die sich auf die Verhältnisse der Menschen zu einander beziehen. Und zwar steigt hier M. vom Einfachen zum Complizierten auf. Zuerst Schutz gegen Schaden [מיקי, dann Eigentum serwerb ל,ני ן und dann die Schlichtung von zwischen den Parteien entstandenen Differenzen משפטים. Erst dann kommen die Richter שופטים in Betracht, zuerst müssen Gesetze vorhanden sein, daun kommen die Richter2). Hie mit ist das System, dessen Existenz Ziemlich so stark bezweifelt (317), fix und fertig. In Unterabteilung c behandelt der Verfasser die Disposition 1) Bisher deckt sich meine Darstellung mit derjenigen von Ziemlich, von nun an gehen unsere Wege auseinander. 2) In Betreff der letzten 4 Bücher vergl. auch Schwarz, der Mischne Thora S.- 51. ff.

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