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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 2 · p. Seite 217

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 2
Article
Die Reichssteuern der deutschen Judengemeinden von ihren Anfängen bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts
Date
1910-01-01
Page
Seite 217 (sequence 12)
Language
German
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ihren Anfängen bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts. 217 gehender Art. Die Judengemeinde mußte zuweilen schon zufrieden sein, wenn sie nach Aufbringung der Extrasteuer nicht ganz leer ausging, sondern wenigstens auf eine bestimmte Zeit die Befreiung von außer ordentlichen Abgaben zugesichert erhielt* 1). Außerordentliche Besteuerung verpfändeter Gemeinden. Schließlich sei noch die bemerkenswerte Tatsache erwähnt, daß der König zuweilen auch von verpfändeten Judenschäften außerordentliche Abgaben erhob2). Daß ihm hierzu kein Recht zustand — und das dürfte wohl als das Natürliehe erscheinen, — ergibt sich aus folgendem: Am 31. Aug. 1331 forderte Ludwig d. B. die Dortmunder Bürger auf, seinem Bevollmächtigten bei Einziehung der außerd. 1331 April. — Daß das Versprechen der Unverpfändbarkeit für die Judengemeinde große Bedeutung hatte, dafür liefert auch eine Urk. vom 7. Juli 1297 den Beweis. In derselben verpfändet König Adolf dem Erzb. Gerhard von Mainz u. a. 300 M. Cöln. Pf. jährlicher Einkünfte von den Frankfurter Juden und knüpft daran folgende Bernerkung: »Hoc acto expresse, quod si pro totali liberacione dictorum reddituum ab ipsis iudeis subsidium duxerimus postuiandum, hoc sine offensa archiepiscopi, qui pro tempore fuerit, facere valeamus, dummodo subsidium huismodi assignetur eidem archiepiscopo ad liberacionem reddituum huiusmodi convertendum«; Böhmer-Lau, Frankf. U.-B. i nr. 712. 1J Oefele, Rer. Boic. script. I, 775: Urk. Ludw. d. B. d. d. 1331 Apr,; B., Reg. Ludw. nr. 1545: d. d. 1333 Mai 24, natürlich eine Wirkung von B., Reg. Ludw. nr. 1544 mit demselben Datum. 2) Boos, Wormser U.-B. II nr. 300: Urk. Ludw. d. B. d. d. 1333 Mai 1: »Wer auch das unser vettern Ruppreilt und Adolf pfallentzgrafen ze Rein chain ansprach hintz den bürgern, dar umb daz si di juden und das gelt angriffen und benoeten, haben wolten, di sullen wir in gentzlichen uz richten und abnemen«. Pfalzgraf Ruprecht war seit 1335 Aug. 10 Pfandherr der Wormser Juden (Winkelmann, Acta imp. ined. II nr. 568); trotzdem erfolgte durch Kaiser Ludwig die außerordentliche Geldauflage. — Rübel, Dortmunder U.-B. I nr. 463 Reg. rer. Boicarum VII, 48 }si siehe weiter unten.

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