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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 2 · p. Seite 201

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 2
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1910-01-01
Page
Seite 201 (sequence 13)
Language
German
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Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. 201 ־u. A. erwähnt1) die originelle Verteidigung der von den Rabbaniten eingeführten Vorschrift, einen zweiten Feiertag zu begehen, gegen den Vorwurf der Übertretung von לא תוסיפו in Deut. 4, 2, mit der Begründung, daß dieser Brauch schon eigentlich zu Mosis Zeiten vorgesehen war, daß seine Übung jedoch erst später, als die Notwendigkeit dazu gegeben war, in Kraft trat. Auf solche Weise ließen sich noch mehrere derartige Widersprüche lösen. Des Weiteren sucht Saadja die Annahme einer mündlichen Lehre durch verschiedene Gründe zu stützen. So finden wir erstens neben der ausführlicheren Darstellung einiger Vorschriften, wie Bau der Stiftshütte, Zählung der Israeliten usw.j daß auf andere, wie die beim Ausfluß zu beobachtenden Regeln, auf die Berechnung der Frühreife usw. nur ganz kurz hi n gewiesen wird, was nur so sich erklären läßt, daß auch diese wohl in mündlicher Belehrung umständlich auseinandergesetzt waren. Ferner finden wir, daß manche Gesetze, wie die über die Opfer, bei ihrer ersten Erwähnung ausführlich) erörtert, bei der Wiederholung hingegen nur mit wenigen Worten berührt werden. Im weiteren Verlauf der Schrift geht Saadja an die Widerlegung der gegen die Verbindlichkeit der Misehna und des Talmud von den Karäern vorgebrachten• Gründe, die darin gipfeln, daß sie in der Traditiorusliteratur so viele Meinungsverschiedenheiten und Widersprüche wahrnehmen, während die »ganze Nation betreffs der Bibel selbst in vollständiger Übereinstimmung sei«. Saajda sucht dies alles in ausführlicher Dialektik als Trugschlüsse darzustellen2). Neben diesen allgemeinen Gesichtspunkten werdenauch andere gesetzliche Fragen, darunter auch solche ka~ lendarischer Art, behandelt3). Unter anderem hat Saadja in 1) Vgl. zum Folgenden Harkavy in JQR. XIII, S. &56 fgg, und Hakedem a. a. O., S. 64fgg. 2) Vgl. Hakedem a. a. O., S. 65. 3) Vgl. die von Poznanski in JQR. X, S.: 246 fgg. aus Jefet ben Ali’s Komm, mitgeteilten Stellen und das Fragment in SchcchteFs

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