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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1910-01-01 · Heft 2 · p. Seite 196

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
54 (1910)
Issue
Heft 2
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1910-01-01
Page
Seite 196 (sequence 8)
Language
German
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196 Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. staltung des Studiums der hebräischen Sprache, das auch weiter anregend und fortbildend wirkte, hervorgerufen. Von der Beschäftigung Saadjas mit massoretischen Studien zeugt auch eine allerdings uns nur aus einem Zitat bekannte Kritik gegen den letzten großen Massoreten Ahron ben Ascher1), von der wir jedoch nicht wissen, ob sie in mündlichem Disput erfolgte, oder schriftlich niedergelegt worden ist2). Einige Jahre nach der Abfassung des Agron unternahm es Saadja, seine inzwischen vermehrte und vertiefte Kenntnis des hebräischen Sprachgebäudes in einem besonderen zwölfteiligen Werke darzustellen, das jedenfalls den Namen צחות לשון geführt hat und von der Korrektheit der Sprache handelt3). Nach dem aus eigenen Anführungen des Verfassers und aus Zitaten bei anderen Autoren bekannten Inhalt4), und besonders durch ein in neuester Zeit veröffentlichtes kleines Fragment des Originals5 6), erkennen wir, daß Saadja bereits einen bemerkenswerten Einblick in ־den־'Bau des Hebräischen getan hat, der bei ihm durch willfährige Annahme der von den Arabern gebotenen Mittel *) Vgl. die Mitteilung in Dunasch ben Labrat’s Kritik gegen Saadja, ed. Schröter, Nr. 72 S. 21 Ende. 2) Aus der Fassung des Zitates läßt sich kein sicherer Schluß ziehen; indessen ist der Ton, nach der von Luzzatto im Bet ha־Ozar S. 11b gegebenen Erklärung der Stelle, kein sehr respektvoller, was aber keineswegs zu dem von Graetz a. a. O, S. 480 daraus gezögenen Schluß von Ben Ascher’s karäischem Bekenntnis berechtigt. 3) Saadja erwähnt dieses Werk in seinem Kommentar zum Seier Jezira; diesen aber hat er noch in Ägypten verfasst. 4) Vgl. Harkavy a. a. O., S. 74 ff,, Bacher, Anfänge, S. 39, Steinschneider a. a. O. S. 60. 6) Vgl. Harkavy in הגרן VI, S. 30—43. — Gelegentlich bemerke ich hier, daß mir die Übersetzung Harkavy's S. 35, für das Arab. ואלפים לאן כונרה אלאסמא אלפעליד, פי לגדי, אלעבראניין ידו&ל עליה durch die Wendung: 101ממפני שהמספר הרב ♦ ישא אמות^ richtig und unverständlich erscheint; es müßte, allerdings etwas freier, übersetzt werden: יבא על משקל זה.

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