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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 6 · p. Seite 716

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 6
Article
Die Wortvertauschungen im Kitab al-Luma des Abulwalid Merwan ibn Ganah und in den Schriften Abraham ibn Esra's
Date
1909-01-01
Page
Seite 716 (sequence 8)
Language
German
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716 Die »Wortvertauschungen« im Kitäb al-Luma‘ des Abulwaüd Esras1) wissen, daß er ein hervorragend geschulter, logisch denkender und scharfsinniger Kopf war2). Nehmen wir nun an, daß Ibn Ja§ü§ das diese Theorie der »Wortvertauschungen«3) enthaltende Werk in seinem 40. Lebensjahre, also ungefähr um das Jahr 1022 geschrieben habe, so konnte es Ibn Ganäh noch gut für sein Haupt;- werk, das gewiß auch sein letztes war4) und ungefähr um das Jahr 1030 oder noch später erschienen ist, das Kitäb al-Tankfh benützt haben5), Mit dieser Annahme Ibn JaSü^s als Verfasser löst sich aber noch ein anderes Rätsel IE. J) ZDMG., VIII, p. 551: ופי' מלתנא באלאנדלס אבר אלוליד אבן גנאח ואבר אסהק בן סקטאר אלמנבוז בן ישיש נוחם עדן והמא שיכא אלעבראניה באלאטלאק לם נסמע להמא ביתא מנ&ומא-. 2) Wenn darum Graetz, a, a, O., p. 43 von einer überraschenden Kühnheit Jigchäkis in der Bibelauifassung spricht, so ist dies ebensowenig gerechtfertigt, wie wenn Schreiner, Le Kitäb al-Mouchadara wal-Moudhakara de Moise b. Ezra et ses source s (Extrait de la RdEJ., Tome XXII) p. 16 sagt: L'epoque qui a produit un Isaac b. Ja§üs et un Abraham ibn Ezra a sans doute compte aussi des hommes moins reserves et moins pieux vis ä vis de l’Ecriture sainte. Das war durch■־ aus keine Kühnheit, denn das hatte vor ihm bereits Saadja getan (vgl AMiG. p. 25, Anm. 2), sondern eine Folge seiner großen Vertrautheit in den alten Versionen, seines Denkens und Scharfsinnes und wie Bacher, Leben u. Werke Abulwalids etc., pag. 59, mit Bezug auf diese Wortvertauschungen sagt, die Erkenntnis, daß an gewissen Stellen manche Wörter als stilistische Eigentümlichkeiten oder als Versehen, die dem biblischen Schriftsteller selbst zuzuschreiben, anzusehen sind. Daß die Konjekturalkritik dann so oft geschmacklose Formen angenommen hat, dafür kann doch wahrlich nicht Ibn Jasüs verantwortlich gemacht werden. 3) Ganz gewiß angeregt durch Saadja, wie IE. dies im kX. zu Exod,, 21, 8 (vgl Nr. 7) richtig hervorhebt: ייאמר הגאון כיי כמהו הגוי גם צדיק, ובאלה עמודי התורה נתלה המהביל להחליף מלה במלה ואמר כי ההר וגוי"־־. 4) Vgl. Bacher, Leben und Werke Abulwalids etc., p. 34 f. 11• Einleitung zum השר שים ,D, p. XXX. 5) Dadurch kommt es auch, daß Ibn Ganäh in seinen früheren S chriften, obschon er oft genug, namentlich Im obtf «(;vgl. Derenbourg, Opuscules et traites d’Abou ,I-Walid Merwan Ibn

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