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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 6 · p. Seite 712

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 6
Article
Die Wortvertauschungen im Kitab al-Luma des Abulwalid Merwan ibn Ganah und in den Schriften Abraham ibn Esra's
Date
1909-01-01
Page
Seite 712 (sequence 4)
Language
German
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712 Die»Wortvertauschungen« im Kitäb al-Luma* des Abulwalid nennt1 2 *), dessen Ansichten er aber trotzdem so häufig adoptiert hat*). Nach Zitaten bei David Kimchi allerdings, wäre dieser Autor kein anderer, als eben Abulwaltd M. Ibn GanähB) selbst Dieser Meinung schloßen sich bis auf den heutigen Tag die meisten Gelehrten an4־). Und doch hätte ein gründlicheres Eingehen auf diese Stellen zur Evidenz erweisen müssen, daß diese »Wortvertauschungen«, obschon sie im Kitäb al ־ Luma‘ stehen, unmöglich von Ibn Ganäh herrühren können. Denn abgesehen davon, daß schon die einleitenden Worte יש אומרים, an einer Steile, Nr. 50, ohne jeden Namen und an einer Stelle sogar, Nr. 64, im Namen des Karäers Jeschüa (vgl, über denselben Steinschneider, ALdJ. p. 91 u. Poznanskis treffliche Arbeit, The Karaite Literary Opponents of Saadiah Gaon London 1908, p. 48 f.) zitiert. 0 Diese Schmähungen verhinderten aber nicht, daß die »Wort- Vertauschungen« unseres Autors sehr bald Anklang auch bei anderen Exegeten gefunden haben. So z. B. sagt Prophiat Duran (bei Kirchheim, Rikmäh, p. 149, Anm. 1): וככר נמשכו אחר דעתו רבים מהקדמונים והאחרונים מוולת הבדל שיתנו לכללים האלה, והרבה מהחכמים דל בחרבה ממדרשיהם נמשכו אחר זה. 2) Vgl. die Nr.: 1, 9, 12, 39, 40, 49, 63, 65, 67, 70, 75, 78 u. 79. ף Vgl die Stellen in den Nr.: 2, 4, 11, 14, 15, 20, 31, 33, 35, 43, 65, 70, 76, 79, an welchen er unserem Autor beipflichtet und die Nr. 28, 41, 56, 59 und 80, an weichen er ihn bekämpft. Vgl. auch Säfäh berüräh, p. 9b, Anm. 114. Um Mißverständnissen vorzubeugen (vgl, AMIQ., p. 29, Anm. 4, g. E.) muß hier erwähnt werden, daß Kimchi die »Wortvertauschungen« nicht bloß aus den Schriften IE^s kennt, sondern auch aus dem Rikmäh und סי השרשים Ibn Ganähs, wie dies aus den Nr. 11, 15, 20, 31, 33, 35, 43, 76; 28 und 59 klar ersichtlich ist. 4) So z. B. Kirchheim, a. a. O., p. 149, Anm. 1; Bacher in IEEP., pp. 388 f. (wo übrigens auf p. 388, Anm. 5 für 96 <; 9 b zu lesen ist); iEG., p. 186; Leben und Werke des Abulwalid Merwän Ibn Ganäh (R. Jona) und die Quellen seiner Schrifterklärung, Budap. 1885, p. 4628; AM1G., p. 28 f., wo allerdings diese Hypothese bereits insofern eine Einschränkung findet, als zugegeben wird, »daß IE. in seiner Polemik nicht das Kitäb al-Lumac Abulwalids im Auge hat, sondern irgend ein anderes Werk eines spanischen Exegeten, d e|r die

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