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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 6 · p. Seite 704

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 6
Article
Die Reichssteuern der deutschen Judengemeinden von ihren Anfängen bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts
Date
1909-01-01
Page
Seite 704 (sequence 26)
Language
German
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704 Die Reichssteuern der deutschen Judengemeinden von entrichtet1). Dieses Steuerverhältnis blieb unter Adolf von Nassau bestehen2 *); und als sich nach der Katastrophe des Jahres 12988). eine neue Gemeinde angesiedelt hatte, wurde es 1322 wieder hergestellt4). 1334 versprach Ludwig d. E. dem Bischof Wolfram von Würzburg ausdrücklich, daß das Reich von den dortigen Juden jährlich nur 400 Pfd. Heller fordern würde5). 32. Wertheim. Die Pfandsumme von 100 M. S., wofür die Juden in Wertheim von König Albrecht I. 1303 versetzt wurden6), läßt auf eine Jahressteuer von 10 M. S. schließen. 33. Rothenburg. In der Liste von 1241 ist die angegebene Summe von 10 M. S. aus unbekanntem Grunde durchstrichen7). Erst unter Ludwig d. B. begegnet uns wieder eine Nachricht über die Höhe der Jahressteuer. 1328 gestattete nämlich König Ludwig den Rothenburger Juden, vom nächsten Martini an für ein Jahr nur 200 Pfd. H. Steuer zu zahlen8). Der gleiche Betrag ist von 1325 bis 1335 nachweisbar9). Karl IV. verpfändete dem Bischof 0 Stumpf, Denkwürdigkeiten d. teutschen, besonders frank. Gesch. I, 137: »Quod cum ... ipsi... Judei (sc. Herbipolenses) de ... mille iibris per plures annos quolibet anno quadringeutas libras Hallensium minime persolvissent ex eo quod inclite recqrdationis Rudolfus Romanorum rex easdem quadringentas libras Hallensium ab ipsis annis singulis extorsit, percepit et recepit, etc.« — Siehe iibri־ gens weiter unten Abschnitt IV, Exkurs 1. ף Mon. Boica Bd. 38, 99 ff: d. d. 1293 Nov. 1. 8) Salfeld, Das Martyrologium des Nürnberger Memorbuches [= Quellen zur Gesch. der Juden in Deutschland Bd. III] S. 192 ff. 0 Stumpf, Denkwürdigkeiten u. s. w. I, 136 ff: d. d. 1322 Dez. 1. ß) B., Reg. Ludw. nr. 2780: d. d. 1334 Apr. 5. 6) B., Reg. Albr. nr. 437: d. d. 1303 Mai 4. 7) M. G. Constit. III, 3 Z. 40. 8) B., Reg. Ludw. nr. 547. 9) Der Nachweis ist folgendermaßen zu führen: Ludwig d. B. versetzt 1325 an Konrad, Ludwig und Gottfried von Hohenlohe für 8000 Pfd. Heller die Stadt Rothenburg mit Christen und Juden (B., Reg. Ludw. nr. 782). Der Anteil Ludwigs von Hohenlohe an der

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