Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Reichssteuern der deutschen Judengemeinden von ihren Anfängen bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 703 (sequence 25)
- Language
- German
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ihren Anfängen bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts. 703 Jahren 1342 und 1346 vom Reich veräußerten Steuerteile ergeben zusammen 200 Pfd, PL* 1), 31. Nürnberg. Ludwig d. B. trifft im April 1331 mit den Nürnberger Juden die Vereinbarung, daß sie ihm während dreier Jahre mit 400 Pfd. H. jährlich dienen sollen2)- 1348 können wir bereits eine Jahressteuer von 2000 Pfd. H feststelien3), die im folgenden Jahre noch um 200 Pfd. H. erhöht erscheint4). 31. Würzburg. Heinrich Raspe verpfändete 1247 für 2300 M. S. die Würzburger Juden dem dortigen Bischof Hermann5); ihre jährliche Nutzung wird, der Pfandsumme entsprechend, 230 M. S. betragen haben. Unter Rudolf von Habsburg wies die Steuer die Summe von 1000 Pfd. H. auf6); davon wurden nur 400 Pfd. H. an das Reich, die übrigen 600 Pfd. H. aber an den Bischof von Würzburg Boic. VII, 48: d. d. 1333 Juni 2. — 200 Pfd. Regensb. Pf. 100 M. S.; denn »1 M. S. galt damals 16 Schillinge, [und] 8 Schillinge machten 1 Pfd. Pfennige«; Gemeiner, Regensburgische Chronik I, 524. Anm. 0 Dem Hofmeister Har (wich Degenberg wurden 66 Pfd. 5 Schill. 10 Pf. (= 66 Pfd. 160 Pf., vgl. die vorige Anmerkung und Reg. rer. Boic. VIII, 31: d. d. 1345 Jan. 9; ungenaue Angabe bei B., Reg. Ludw. nr. 2258!) überwiesen; Gemeiner a. a, O, II, 14. Anm.: Urk. Ludw. d. B. d. d. 1342 Juli 14. Die noch übrigen 133 Pfd. 80 Pf. (wiederum ungenaue Angabe bei B., Reg. Ludw. nr. 2499!) wurden den Regensburger Bürgern Reich und Mautner verpfändet; Gemeiner a. a. O. II S. 43: Urk. Ludw, d. B. d. d. 1346 Mai 23. *) B., Reg. Ludw. nr. 1277. 3) Anhang III nr. 5 : Urk. Karls IV. d. d. 1348 Aug. 301. — Am Schluß des Nürnberger Salbüchleins findet sich die Notiz: >Daz hat das reich zü Nurenberg in der stat: .. . von den Juden zwei tausent pfunt«; M. G. Constit. III, 631. Nach obigen Ausführungen kann die Eintragung dieser Notiz nur zwischen 1334 und 1348 gemacht worden sein. 0 Vgl. Anhang III nr. 6: Urk. Karls IV. d. d. 1349 Juni 23 und Monumenta Zollerana III, 206: Urk. Karls IV. d. d. 1349 Juni 25. *) Aronius, Reg. nr. 563; Böhmer-Ficker, Reg. nr. 4884. «) Mon. Boica Bd. 37, 526 ff : d. d. 1281 Febr. 5.