Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 5 · p. Seite 628

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1909-01-01
Page
Seite 628 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
96% known words query
IRI
…/2829132-2829819-2829825-2889438--37395-2889572
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

628 Besprechungen. Nr. 46 enthält eine Vergleichung der Abschnitte 2, 3, 4 bis g 6 der Tosefta Kidduschin und der 6 (4), 7 (5) der Tosefta Gittin mit den Abschnitten 2, 3 der Mischna Kidduschin und der 6, 7 der Mischna Gittin (S. 414463־-־). Es folgen dann zwei Anhänge (hebräisch). Anhang I: לשאלה בעניו ד״בלעת דם zu Band I, Nr16 ״ (S. 464—482), Nach•■ bemerkung (S. 483—492) und Anhang II: Versuch einer Herstellung der pal. Mischna der in Nr. 46 behandelten Abschnitte. Wie im ersten Bande, weise ich auch in diesem Bande nach, daß Tosefta ein anderes System gehabt haben muß als unsere Mischna, daß sonach das Unternehmen von Schwarz, die To׳sefta nach der Mischna zu ordnen, in seinem Buche, die Tosefta zur Ordnung Serrim und zu dem Traktat Chullin, als ein verfehlter angesehen werden muß. Im Artikel תנאי habe ich Gelegenhe t genommen, die These Dünners (Monatschrift 1870, S. 300 f. und Talmud gl ossen), daß nämlieh die Tosefta den palästinensischen und babylonischen Amoräern unbekannt war und erst spät nach Abschluß des Talmud bekannt geworden sei, als falsch nachzuweisen. Durch den Umfang, den der Band durch die zwei Anhänge erhalten, habe ich mich entschlossen, Einleitung und Register in einem Supplementhefterscheinen zu lassen. Im Vorwort verteidige ich mich gegen die ungerechtfertigten Angriffe meiner Gegner (vgl. auch den Schluß der Nachbemerkung S. 490). Als Probe der Darstellung lasse ich den ersten Teil der Ab- Handlung קני] לגוי בארץ ישראל וכו׳ (s. oben), welcher allgemeines historisches Interesse beanspruchen darf, hier folgen, die Noten habe ich auf das Notwendigste beschränkt. »Ein eklatantes Beispiel von der Tatsache, daß durch die von der palästinensischen ganz verschiedene babylonische Auffassung die pal. Mischna, die uns in den Varianten ln der Tosefta erhalten ist, durch die babyl. Redaktion geändert wurde, und auch dafür, daß Jeruschalmi nur erklärt werden kann durch Beziehung auf die palästtnens-LSche Mischna, gibt uns ein genaues Eingehen auf die in der Überschrift angegebene Materie. Diese hat nämlich die Frage zum Inhalt, ob der Kauf eines jüdischen Feldes in Palästina durch einen Heiden die Kraft hat, die Frucht desselben von der Pflicht des Zehnten resp. aller heiligen Abgaben sowie des Charakters von rryW-Früchten (die Heiligung desselben am 7. Jahre) zu befreien oder nicht? Daß hier Zeit-, Verkehrs- und politische Verhältnisse Änderungen herbHzuführen die Macht haben, wird man zugeben, oder daß die geänderten Verhältnisse einen Konflikt erzeugen mit dem alten Gesetze Wie dieser Konflikt anders gelöst wurde vor! der palästinensischen[ Halacha, anders von der babylonischen, wollen wir zeigen, aber auch gleichzeitig, daß unsere Mischna nicht aus Palästina

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.