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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 5 · p. Seite 592

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 5
Article
Vorarbeiten zur "Germania Judaica" II.
Date
1909-01-01
Page
Seite 592 (sequence 4)
Language
German
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2־59 Vorarbeiten zur »Germania judaica,« II. Widerspruch ihr Eigentum bleiben42). Ober ihr Verhältnis zum Herzog von Bayern ist für unsern Zeitraum nichts zu ermitteln, Unter Friedrich II.traten die Regensburger Juden zu ihrem Bischof in ein enges Verhältnis43). Bischof Friedrich II. schenkte für die fortwährenden Dienste, welche Siegfried ihm, besonders aber seinem Sohne leistete, dem Bischof das gesamte Einkommen, das die kaiserliche Kammer von den Juden bezog. Er räumte ihm ferner die Gerichtsbarkeit und Gerechtsame über alle Juden ein, soweit sie zur kaiserlichen Kammer gehörten. Am 16־ Februar 1232 bestätigte König Heinrich VII. zu Nürnberg dem Bischof diese Schenkung44). Die Juden bewohnten hier schon bei Beginn des 11. Jahrhunderts einen besonderen, gegen die übrige Stadt abgesperrten Stadtteil45). Es ist das die älteste bisher bekannte Erwähnung eines Judenviertels in Deutschland. Die Regensburger Judenstadt lag dort, wo jetzt der Neupfarrplatz ist; sie zog sich längs der südlichen Häuserreihe hin bis gegen den Spielhof; dann hinter der Hauptwache gegen das Bankgebäude; endlich umfaßte sie gegen Norden und Westen die an dem jetzigen Neupfarrplatz liegenden Häuserreihen46), Eine Mauer mit drei Toren schloß die Judenhäuser von der übrigen Stadt ab47). Eine Brücke, die von dem ehemaligen westlichen Stadttor über den Stadtbach führte, hieß der »Judensteg«48). Die Synagoge, ein schöner romanischer Bau, dessen Ansicht uns Altdorffers Meisterhand in zwei Holzschnitten erhalten hat, zwischen 1210 und 1217 errichtet49), stand auf dem Platze der heu״ tigen Neupfarrkirche60). Vor dem Bau der Synagoge war das dort befindliche Haus von den Juden als Hospital benutzt worden®21). Ihren F r i e d h 0 f hätten die Regensburger Juden in älterer Zeit teils jenseits des Regens zu Saliern auf einer kleinen Anhöhe, noch jetzt »Judenau« genannt, teils an der Straße nach Abbach in einem Emmeram er Waldbesitz bei

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