Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Vorarbeiten zur "Germania Judaica" II.
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 593 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829819-2829825-2889435--37357-2889537- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Vorarbeiten zur »Germania judaica.« II. 593 Argle52). 12J 0 erwarb der Jude Abraham vom Abt von St Emmeram ein Stück Landes, um es als Begräbnisplatz zu verwenden, mit dem ausdrücklichen Vorbehalt, daß auch fremde Juden dort beerdigt werden dürften51*). Das Besitzrecht des Friedhofes und der Synagoge wurde 1227 angefochten. Den Kaufvertrag, den der Abt von St Emmeram mit den Juden 1210 schloß, unterschrieben alle Mitglieder der Gemeinde, anscheinend waren sämtliche Regensburger Juden, 22 an der Zahl, Zeugen55). Hieraus ließe sich ein Schluß auf die Größe der Gemeinde ziehen. Ober die Gerne in de Verfassung in unserer Periode wissen wir fast gar nichts. Desto reichlicher fließen hebräische Quellen über das in Regensburg gepflegte Talmudstudium. Mit Ehrerbietung sprach man von den »Rabbinern Regensburgs«?6) »unsern Lehrern in Regensburg«57), den »Weisen«58) und »Frommen»59) Regensburgs. Bis 1238 lebten in Regensburg: 1. R. Amram, ein bedeutender Gesetzeslehrer, soll in Regensburg eine Schule errichtet, sich aber später von dort hinwegbegeben haben. Nach seinem Tode schwamm sein Leichnam stromaufwärts und wurde in Regensburg60) bestattet, 2. Samuel in Regensburg verkaufte dem dortigen St. Emmeramskloster das Gut Schie rstadt, den heutigen Stadtamhof, im Nordgau, in der Vorstadt von Regensburg. Am 2. April 981 übergab Kaiser Otto II. das Gut dem Kloster61). 3. Abraham in Regensburg. Othloh, der sich von 1032—1062 in Regensburg aufhielt und Abraham persönlich kannte, berichtet von ihm62), daß er in Schmähungen auszubrechen pflegte, wenn von Jesus die Rede war. Man hat diese Mitteilung auf Religionsgespräche gedeutet, in die Abraham hineingezogen wurde66). 4. R. Men ach em b. M achir b. Jehuda64) (c. 108.0), Neffe des R. Gerschom, Meor ha-Gojah?5). Mit seinem Vetter, R. Isaak b. Jehuda??), ,dessen Schüler er gewesen67), und mit Monatsschrift, 53. Jahrgang:. 38