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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 4 · p. Seite 465

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 4
Article
Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden in der tannäischen Zeit
Date
1909-01-01
Page
Seite 465 (sequence 13)
Language
German
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Jagd, Fischtang und Bienenzucht bei den Juden. 465 1ארנקלי hing. Eine dritte Bezeichnung für Fischreusen liegt vor in 2קוקרי). Dies waren Körbe mit breiter Öffnung, die allmählich sich so verengten, daß die Fische beim Ver־־־ suche zurückzuschwimmen sich mit den Kiemen verfingen3). Die einfachste Art dieser Körbe war wohl die 4כפיפה). An besonders fischreichen Orten hat man auch mit Krügen 0$^7) (5פיטם) gefangen. Der Euphrat führt zu Zeiten solche Massen von Fischen mit sich, daß man diese ohne Mühe mit den Händen greifen kann4). Für d^s Töten oder Betäuben der Fische durch Gift, wie es bei den Römern7) üblich war und heute noch in Palästina am Tiberiassee8) Brauch ist, finden sich in unserem Schrifttum keine Anhaltspunkte. *) Kel. XII, 2; nach Krauß II, 23 a סלגסרךס), ist durch LXX belegt. 2) b. Sabb. 18a החם כפי בלחי.וקוקרי, b. Git. .61 a. 8) Nach Raschi zu Sabb. 18a, hingegen Git. 61 a von Raschi als Fischerleine mit Haken erklärt. Nach Aruch VII, 181a sind קוקרי Fischkasten. Kohut z. St. xouxoupov »Behältnis, Köcher«, ebenso Krauß II, 518 b. Ich fand in den Lex. nur »Köcher« für 5c. N. Brüll, Jahrb. VIII, 71: »ist vielleicht aus griech. xupT7! entstanden«, würde der Bedeutung nach vorzüglich passen. Ob das Wort aber eine solche Umgestaltung erfahren hat? [Unter Vorbehalt sei auf huharu (Hdwb. 272) hingewiesen. Das Wort scheint nicht semitisch sondern sumerisehen Ursprungs mit urspr. Bedeutung »Vogelschlinge«. Bei einem sumerischen Lehnwort ist der Übergang eines h in semit. לן׳ nicht ausgeschlossen, wie vielleicht auch bei manchen anderen Lehnwörtern. Pick], <) T. Machsch. III, 12: בין שצדן בחרם ובין שצדן בכפיפה. Das Wort ist von dem gebogenen Geflechte so benannt (L. II, 383 a). 6) j. Sabb. XIII, 14a צד הוא בפיתם, in j. Bez. III, 62a בפיטס (vgl. Fränkel 73). Vielleicht bedeutet auch die Stelle, daß man bereits gefangene Fische lebend in Fässern auf bewahrte. 6) Kaulen, Assyrien und Babylonien nach den neuesten Entdeckungen (Freiburg 1899) S. 7. 7) Oppian, Halieutica IV. 647 ff. 8) Seeizen I, 424, besonders Tristram 292. Monatsschrift, 53. Jahrgang. 30

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