Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden in der tannäischen Zeit
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 462 (sequence 10)
- Language
- German
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462 Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden. und in den Nebenflüssen des Jordan benützt1). Ob ,(2 3איזלא או1י*תא®) ein Netz spezieller Art oder ein ganz allgemeiner Ausdruck (wörtl. »Gespinst«) ist4), kann nicht genau festgestellt werden. b) Harpune und Angelhaken. & Diese Gerätschaften werden bei der bekannten Schilderung des Krokodils im Buche Hiob5) erwähnt Vor allem ist hier 6צלצל), eine Art Fischharpune, zu nennen. Sie war, wie man annehmen darf, an einer langen Schnur, die von der linken Hand gehalten wurde, befestigt, während man die eigentliche Harpune mit der rechten Hand warf7). Stidsee- Insulaner haben solche Speere mit mehreren Spitzen und handhaben sie ebenso8). Der צלצל ist wahrscheinlich, wenn auch kleiner, von derselben Beschaffenheit wie der Speer, den die Ägypter bei der Nilpferdjagd verwendeten9). In den Gewässern des Orontesgebietes sollen, nach den Berichten neuerer Reisenden, Fische in so großer Menge vorhanden sein, daß die Fischer während der Nacht nur aufs Geratewohl ihre Harpunen auszuwerfen brauchen10). Fischhaken und Fischangeln werden J) Tristram 292. 2) b. M. kat. 11a; b. Chull. 51b; אזל spinnen עזל, von R. Hai, ist schon darauf hingewiesen worden. Im Mandäischen fällt א und ע oft zusammen, siehe Nöldeke, Mand. Gramm. 58, Anm. 2. 3) b. Gift. 60 b. 4) Raschi zu b. M. kat. 11a. 5) Hi. 40, 25 ff. 6) b. B. bath. 75 a wird 'צ aggadisch gedeutet, was aber für unseren Zweck nicht in Betracht kommt. 7) Weiß 12, Wiikinson III, 60. 8) Wiikinson ibid. 9) Wiikinson III, Nr. 347, vgl. auch Fischstechen III, Nr. 336 rechts und Erman 326. 10) Ritter, Erdkunde XVII, 1075 und 1618.