Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Vorarbeiten zur "Germania Judaica" II.
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 357 (sequence 12)
- Language
- German
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Vorarbeiten zur »Germania judaica«. II- 357 41) Hajek zum Jahre 995* Siehe auch Boregk, Böhmische Chronik 1587 S.60, Froher* rer. hohem, antiqui Scriptores 1602 II, S. 41. 4?) Pertz, Script. IX. S. 12840. — Cosmas erwähnt zwar nicht ausdrücklich Prag, es ist jedoch kein Zweifel, daß er, wenn nicht von einer andern Stadt die Rede ist, stets Prag meint. 43) Näheres beim Artikel Böhmen. 44) Pertz, Script. IX S. 159 oben. Siehe Bachmann I. S. 312 Anmerkung 2. 46) IOS. II, S. 129 a Nr. 281. 46) Siehe Schottky I, S. 313/14. — Die Jahreszahl 352 (==: 592 der jetzigen Zeitrechnung), die sich nach Foges-Podiebrad (S. 95) aus einer an der Wand der »Altneuschul« befindlichen kaum lesbaren Inschrift ergeben soll, ist, da sie nur auf einer fraglichen Punktatlon gewisser Buchtsaben beruht, sehr zweifelhaft. Eine solche Jahreszahl könnte auch nicht im Jahre 592, wo die Zählung nach Erschaffung der Welt noch gar nicht üblich war, sondern erst viel später, eben im Glauben an das hohe Alter der Synagoge, niedergeschrieben wqrden sein. Übrigens glaubt Ernst Wehli (Prager Chronik in Ben Chananja 1861 S. 93 Anmerk. 6) aus der Inschrift eine ganz andre Jahreszahl herauslesen zu müssen. 47) S. Hock in Pascheies’ Volskal. 1884/85 S. 111. — Diese »Altschul« und »Altneuschul« sind, wie Hock mit Recht bemerkt, und was das Natürlichste ist, unter der alten und der neuen Synagoge (בתי התפלה דישנה והחדשה) zu verstehen, von denen Abigdor Kara in seinem Klagelied über die Verfolgung vom Jahre 1389 spricht (Selichot, Prag, 1784, fol. 151; daselbst 1839, fol. 191a, Machsor, Altona, 1804, fol. 359). 48) Celakowsky, Jar., Cod. juris municip. regni Boheni. I, Nr. 129. Bondy-Dworsky I, Nr. 188. 49) Tomek I, S. 268/69 und Anmerk. 59 Nach den aus Klosterakten gemachten Angaben des Bibliothekars am Kloster Strahow (Foges-Podiebrad S. 8) wäre das im Jahre 1140 gegründete Prämonsfratenserkloster Strahow auf der Prager Kleinseite an der Stelle eines jüdischen Friedhofes erbaut worden, und man hätte zu dessen Grundbau Grabsteine eben dieses Friedhofs verwendet. In den ältren Quellen ist jedoch für diese Angäbe nicht der geringste Anhaltspunkt zu finden. &1) Lieben, Gal-Ed. Nr. 2. — Über einen Grabstein aus dem Jahre 1390. Siehe Zunz, z. Gesch. S. 416/17. — Die Grabsteine der Sara, des Josua und der Schöndel, aus deren Inschriften man die Jahreszahlen 606, 941 (942), 979 (980) entziffern wollte (Foges-Podiebrad S. 17| 19, Lieben Nr. 1, 7 u. 100), verraten, wie Rappoport 23*