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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 3 · p. Seite 351

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 3
Article
Vorarbeiten zur "Germania Judaica" II.
Date
1909-01-01
Page
Seite 351 (sequence 8)
Language
German
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Vorarbeiten zur »Germania judaica«. II. 351 b. Mose als Mitglied des Rabbinatskollegiums, nach einer spätem Nachricht hielt er sich auch in Worms auf60). Er war Schüler des R. Tarn61) und bedeutender Tossafist. Von seinen Tossafot haben sich nur die zu Ketubbot (auf der Münchner Bibliothek) handschriftlich erhalten62), Er diskutierte mit R. Samuel b. Me!r, R. Isaak b. Samuel (ר״י) und R. Isaak b. Me'ir (68ריב״ם), und Chajim ha-Kohen polemisierte gegen seine Entscheidung64), Mit R. Elieser b. Isaak aus Böhmen und R. Joel b. Isaak ha-Levi, dem Vater des R. Elieser b. Joel aus Köln, stand er in Briefwechsel65). Um Gutachten wurde er angegangen von R. Jehuda b. Kalonymos b. Mose,66) dann in einem in Köln entstandenen Streit über eine rituelle Frage67). Eine Gutachtensammlung von ihm erwähnen R. Elieser b. Joel ha״Levi und der Verfasser der Assufot68). Von R. Jonatan b. Isaak, den R. Isaak Or-Sarua seinen Lehrer nennt, wird R, Isaak b. Jakob als sein Lehrer bezeichnet69). Auf seine Autorität beriefen sich R. Elieser aus Toul70) und sehr oft R. Isaak Or-Sarua71). Außer in den Tossafot72) wird er auch noch in andern rabbinischen Werken vielfach angeführt.73). Auch eine Exegese ist uns von ihm in einem handschriftlichen Sammelwerke erhalten geblieben74). Vielleicht stammt auch das synagogale Lied אמונת מלכים נתתה von ihm75). Möglicherweise ist er mit dem zum Jahre 1193 erwähnten Schreiber Isaak b. Jakob identisch76). Der im handschriftlichen Teil der Schibbale ha-Leket angeführte Isaak ha-Lab an מדונפיר dürfte von unserm J. b. J. zu unterscheiden sein77) 2. R. Isaak b. Mordechai. Sein Wirkungskreis muß hauptsächlich in Regensburg gewesen sein, doch wird er bisweilen nach Prag oder nach Böhmen genannt, vielleicht weil er von dorther stammt. Eine Entscheidung, die er in einem in Prag entstandenen Zivilstreit getroffen hat78),, dürfte aber dafür sprechen, daß er dort eine Zeitlang als Rabbiner tätig war. Näheres unter Regensburg. 3. R. Petachja b. Jakob. Von dem bekannten

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