Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 3
- Article
- Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden in der tannäischen Zeit
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 316 (sequence 14)
- Language
- German
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316 Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden. mit seinem Fangapparat 1 * *פח) und מוקש*)* Der פח wird als Klappnetz beschrieben^), das aus zwei vierseitigen, wie Buchdeckel oder Lesepult verbundenen Rahmen besteht, die beide mit bauschigem Netz bespannt sind. מוקש ist die Klappe, des Mechanismus, welcher mittels der Schnur, die der Vogel״ steiler zieht, das Zusammenschlagen bewirkt. Die Vögel sind im פח gefangen, sobald der mit seinem Netz am Boden liegende Rahmen in die Höhe schnellt und gegen den aufrechtstehenden klappt (יעלה). Eine andere Erklärung, die wir aus ägyptischen Abbildungen4) erschließen, und die allerdings nur als Vermutung für פח gelten darf, ist folgende. Über zwei flach am Boden liegende Rahmen ist je ein Netz gespannt. Die Rahmen werden von einer Anzahl Stäbe durchlaufen5), die kreuzweise mit einem am Erdboden laufenden Seile verbunden sind. Das eine Ende des Seils ist an einem Baum oder Busch befestigt, während das andere, beträchtlich längere, in der Hand des Vogelstellers ruht. Sind nun eine Anzahl Vögel in das Netz hineingegangen, so ziehen auf ein Zeichen des Vogelstellers fünf bis sechs Leute so stark, daß die beiden Rahmen von dem Boden aufspringen und sich gegen einander schließen6). Für פח finden sich im Targum Schreibarten wie 7פוחא) *) Hos. 9, 8; Ps. 91, 3; 124, 7. פח ohne יקוש kommt sehr oft im biblischen Schrifttum vor und ist wohl zuweilen mit anderen Fangapparaten identisch. 2) ps, 69, 23; 140, 6; 141, 9 מקשות. 3) Nach dem Wortlaut von Hoffmann Im ZAW. III, 101 zu Arnos 3, 5; vgl. auch den Nowack’schen Handkommentar z. St. 4) Berliner Museum, ägypt. Abt., älteste Zeit, Nr. 14100; Beni Hassan I, ph 30, 33; II, 28, 35; Wilkinson III, Nr. 334; Erman, S. 324; Wilk. III, Nr. 338. 6) Darauf machte mich Herr Professor Schäfer am Berliner Museum gütigst aufmerksam. Auf mehreren Abbildungen sind die Stäbe noch deutlich zu erkennen. *) Die Beschreibung dieser Netze, die Wilkinson S. 45 gibt, ist nicht ganz klar. י) Trg. zu Spr. 6, 5; 7, 23; Hi. 22, 10.