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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 3 · p. Seite 315

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 3
Article
Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden in der tannäischen Zeit
Date
1909-01-01
Page
Seite 315 (sequence 13)
Language
German
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315 Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden. sogar der Fischteich1). Die Griechen nannten den Tiergarten was auf orientalischen, genauer persischen Ur- Sprung weist; in Cypern sagte man statt dessen y^v°s8) (aus nordsem. ק entlehnt). Die Juden übernahmen trotz des schon biblischen גן und פודם für ihren Sprachgebrauch das lateinische vivarium, ein Umstand, der wiederum den großen Einfluß der Römer in Sprache und Sitte bezeugt. Fangwerkseug ftr das Federwild, a) Fallnetze und Fallen. Der Vogelsteller führt in biblischer Zeit den Namen 4יכף*ש) und 5יק1’ש}. Er wird oft erwähnt in Verbindung entspricht das Wort zugleich römischem aviarium; zu aviatium, s. Marquardt II, 431, J. v. Müller a. a. Q., v. Kayser 20. J) j. Sanh. VII, 25 b u. Anm. 6, S, 314. Mit einigen Worten sei hier auf Jastrows Artikel scenes de Chasse REJ. XVII (146—149) eingegangen. Seiner Ausführung zur Mischnah Sabb. XIII, 6, 7 wird man beipflichten müssen, sie lautet: le mot פתח s* applique aux entrees et aux sorties des pieges surveilles par les esclaves, et Ie verbe נעל designe Y action d’ avancer le piege, qui, selon sa grandeul־, exigeait le concours d’ un ou de deux esclaves. On voit, par les gravures publiees dans les Antlquites de Smith, que le redacteur de La mischnä a cmprunte a lä vie reelle ious les details, qtF il donne surla chasse. Doch die dort geäußerte Vermutung, daß diese Gesetze zur Zeit der Judenverfolgungen unter Kaiser Hadrian entstanden seien, ist sehr gewagt, und die von Jastrow angeführte Stelle j. Chag. II, 71 b hat m. E. mit Sabb. XIII nichts zu tun. Die Untersuchung hat ergeben, daß bis zu einem gewissen Grade die Jagd bei den Juden existiert hat, und da mußten natürlich auch Gesetze geschaffen werden, die das Verhältnis der Jagd zum Sabbat für das praktische Leben regelten, ohne daß die Sabbatruhe gestört würde. Außerdem spricht gegen diese Auffassung eine Anzahl auf Jagd bezügliche Stellen, die nichts mit dem Sabbat zu tun haben, wie Gittin V, 8 u. a. m. 2) O. Schräder, Reallexikon der indogermanischen Altertumskünde (Straßburg 1901) S. 385, das. auch über die Herkunft des Wortes; Marquardt I, 138. 3) Schräder ibid., Lewy, semit. Fremdwörter 114. 4) Jer. 5, 26; Ps. 91, 3; Spr. 6, 5. *) Hos. 9, 8; Ps, 124, 7.

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