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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 3 · p. Seite 307

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 3
Article
Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden in der tannäischen Zeit
Date
1909-01-01
Page
Seite 307 (sequence 5)
Language
German
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Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden. 307 selbe Beschaffenheit zeigt die Schleuder des heutigen Nukrabewohners, welche Schumacher so beschreibt1): »Die mukla ist sehr stark, aus Schaf- oder Kamelswolle geflochten und doppelt zusammengelegt 80 cm. lang; sie wird mit erstaunlicher Treffsicherheit bei Verteidigungen jeder Art benützt« Das eine Ende des Schleuderstrickes ist durchlöchert; durch diese Öffnung wird der Finger bei Handhabung der Waffe geschoben. Sie wird stets hinten am Rücken zwischen Ledergurt und Hemd eingesteckt getragen.« Bei alten arabischen Dichtern wird sie ebenfalls erwähnt2). Schwert, Lanze, Wurfspieß und Keule, die unter verschiedenen Namen in den biblischen und nachbiblischen Schriften Vorkommen, haben fast3) ausschließlich kriegerischen Zwecken gedient und können nur bei einer Be- Schreibung der Kriegswaffen eingehend dargestellt werden. seine Bedeutung von den Tönen beim Schwingen der Schleuder. Es wäre dann mit פקעא sonitus, strepitus (PSm. 3222) zusammenzustellen, s. auch Brockelmann, lex. syriacum 283b pael »fragorem edidit, crepitavit«. Vielleicht ist die Pealbedeutung zur Etymologie passender, Grundbedeutung: sich spalten, trennen; Brockelmann »scissus est, scidit«. L> IV, 92 a פ_קע »hervorbrechen, abspringen«, PSm.3223 מפקעתא funda. — L. IV, 317 קלע »Köcher« ist ganz unverständlich, weder mit Mischnah noch Tosefta in Einklang zu bringen. [Delitzsch, Hdwb. 536 pakatu syn. von setu, dem Wort für Netz im Allgemeinen. Das assyr. Wort nähert sich in Bildung und Bedeutung wohl am meisten פקוע L. IV, 92b »Docht, Geflochtenes«, Pick]. In b. Jom. 23a, 29 wird gefragt מאי פקיע אמר ר׳ מדרא, מאיי מדרא אמר ר׳ פפא מטרקא דטייעי דפסיק רישיה. Vgl, zu מדרא L. III, 29 b s. v. מרוורתא, Aruch III, 134 a hat diese Lesart und zu מ טרק א L. III, 95 b öjjkuo (vgl. Perles MGWJ. XXI, 368, wo eine ausführliche Beschreibung der gegeben wird, welche die Reitertruppen aus Algier im Kriege von 1870 als gefährliche Waffe führten). ף ZDPV. XX, 100 und Abb. daselbst. 2) Schwarzlose 319, gibt aber nichts Näheres über ihre Beschaffenheit an. 3) Nur Hi. 41, 18 ff. werden חרב, חנית, מסע, שריד״ תותח, כידון als Jagdwaffen erwähnt. 20*

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