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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 3 · p. Seite 284

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 3
Article
Leviticus XXVII im Lichte des Talmud
Date
1909-01-01
Page
Seite 284 (sequence 16)
Language
German
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284 Leviticus XXVII im Lichte des Talmud. Priester abgeführt werden sollen, weil diese, anstatt damit die nötigen Reparaturen im Tempelgebäude früherer Be- Stimmung gemäß vorzunehmen, das Geld für sich verwendet hatten, sondern daß diese Gelder nunmehr in einen am Eingang des Tempels aufzustellenden Gotteskasten gelegt und durch den Kanzler für Instandhaltung des Tempelgebäudes den beauftragten Handwerkern eingehändigt werden sollen» Bei der Erzählung II. Reg. 22, 4 ff. zur Zeit des Josia wird das als hergebrachter Usus vorausgesetzt. Diese beiden angeführten Stellen können nur für den Zweck der Aequivalente als historische Belege dienen. Ober andere, die Institution der Aequivalente betreffende Einzelheiten sind nähere Angaben nirgends zu finden. Ein klares und anschauliches Bild von dem ganzen Wesen dieser Institution bis auf die kleinsten Details gibt allein die Mischna. Ihre im Traktate Arachin klargelegten Bestimmungen weisen alle Formen ihrer Ausübung auf. Und nicht nur die Aequivalente von Personen allein, sondern auch die anderen, unmittelbar auf sie im Gesetz folgenden Weihungen an Eigentum und Besitz finden genügende Aufklärung. Gleich zu Beginn der Mischna (Gap. I) heißt es: Nicht nur das Aequivalent der eigenen Person, auch das einer anderen mit Einschluß der Leviten und Priester kann man döm Heiligtum weihen. Indem man sagt: den Schätzungswert meiner (ערכי עלי), deiner (ערכך עלי) oder den der bestimmten Person (ערך פלוני עלי) nehme ich auf mich, wird die vom Gesetze dafür bestimmte Leistung fällig. Unter Berücksichtigung dieser in der Mischna stehenden Verordnung, zumal es sich in dieser nicht um die Person selbst, über die man nicht verfügen kann, handelt, sondern bloß um deren Aequivalent, das jeder entrichten kann, ließe sich vielleicht über die auffallende Schwierigkeit des das Aequivalent bezeichnenden Wortes ערך hinwegkommen, das im Abschnitt der Aequivalente fast in jedem Vers sich wiederholt und durchwegs mit dem Suffixum der

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