Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 2
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 250 (sequence 6)
- Language
- German
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250 Besprechungen. Clemens Alex, und Philo die Rede, indem bei Clemens die »Kräfte« als bloße Eigenschaften Gottes erscheinen sollen, aber S. 136 bemerkt der Verf. selbst, daß Clemens mit dem Ausdruck Suvajjts&s ganz so wie Philo auch die Engel bezeichnet und auch Gott »den Sohn« und Gott »den heiligen Geist« als Suvdcfxs^ erklärt. S. 138 wird behauptet, daß die Sprüche Salomos und das Buch der Weisheit mit ihren Aussagen über die <jo<pta dem Philo viele Beiträge zu seiner Logoslehre geliefert haben; richtig ist nur, daß einige Aussagen des Buches der Weisheit über die <7o<p10c eine Parallele bilden zu Philos Lehre vom Logos. S. 147 ist die Stelle de spec. leg. I § 81 falsch übersetzt, es muß heißen: »Das Abbild Gottes aber ist der Logos, durch den die ganze Welt gebildet wurde«. Daß die Bezeichnung des Logos als in dem Bibelworte Gen. 1, 1 sv ap^׳?j stcq[71<7sv 6 ׳frsö; seinen Ursprung haben soll, indem die alexandrinisehe Theosophie sv 81’ap^7fe gefaßt habe, ist eine haltlose Vermutung; in der Schrift de opif. mundi, wo wir eine derartige Erklärung erwarten müßten, steht nichts davon. S. 157: Das Wort des Aristobul, daß der siebente Tag die erste Erzeugung des Lichts genannt werden kann, steht in vollem Einklang mit der Erklärung Philos, daß der siebente Tag als Y^vsOTao; x6<j[/.ou bezeichnet werden könnte (de opif. mundi § 89, de vita Mos. 11 § 210, de spec. leg. 1 § 170, II § 59). S. 161: Wenn der Verfasser der Cohortatio ad gentiles behauptet, Plato habe aus den beiden Bibelstellen Gen. 1, 27 und Gen. 2, 7 auf die doppelte Schöpfung des Menschen, des Idealmenschen und des aus der Erde gebildeten, geschlossen, so scheint er Plato mit Philo verwechselt zu haben. S. 179 behauptet der Verf. mit Unrecht, daß Henoch schon lange vor Philo von den alexandrinischen Juden als Symbol der Rene angesehen wurde; denn im Sirachtexte 44, 16 sind die Worte der griechischen Übersetzung ÜTCoJstYP'OC [/.STavotas wahrscheinlich eine spätere Korrektur (aus Philo), der hebräische Text hat dafür אות דעת und eine griechische Handschrift hat S&ocvoioc? statt p.s־׳c־<xvo£a<;. Wenn der Verf. weiterhin behauptet, daß Philo in den Quaestiones in Gen. I § 82 den gleichnamigen Sohn des Kain zum Vorbild der Reue mache und so seiner in den Schriften de posteritate Caini und de Abrahamo gegebenen Erklärung widerspreche, so befindet er sich im Irrtum; die an den Bibeltext sich anlehnenden Fragen und die ganze Auseinandersetzung § 82—86 zeigen klar, daß Philo auch in den Quaestiones von dem Nachkommen des Seth spricht und die Bibelverse Gen. 5,22—24 erläutert. S. 238 behauptet der Verf., daß die Tradition über die Unaussprechharkeit des Tetragrammaion keine einheitliche sei, seine Bemerkungen darüber sind aber nicht ganz zutreffend. Philo sagt