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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 2 · p. Seite 225

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 2
Article
Die Stellung des Simon ben Zemach Duran in der Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie
Date
1909-01-01
Page
Seite 225 (sequence 27)
Language
German
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Die Stellung des Simon Duran in der jüd. Religionsphilos. 225 Bibelstellen in den Mund gelegt hätten. Unter Anderem führt er an, daß Jesus nach ihnen auf die Frage, welches das wichtigste Gebot sei, geantwortet habe: שמע ישראל ד אלהינו אל אחד הוא, und daß dann weiter zitirt werde: ואהבת את ד אלהיך בכל לבבך ובכל מחשבתך ובכל מאדך. Daran knüpft Duran die Bemerkung: Und diesen armen Menschen, der nicht einmal das Schema lesen konnte, haben sie zum Gott gemacht1). Gegen die Wahrheit der Evangelien zeugen auch die Widersprüche, die zwischen ihnen bestehen und die die Späteren vergeblich auszugleichen versucht hätten. Um dieser Widersprüche willen seien fromme und gelehrte Christen aus Frankreich, die er gekannt habe, zum Judentum übergetreten2 *). In solchen Übertreibungen des Gebotes der Feindesliebe, wie sie das Christentum lehre, in solchen Forderungen, wie daß man demjenigen, der Einen auf die eine Wange geschlagen habe, auch noch die andere hinhalten solle, daß man dem Räuber, der uns das Hemd genommen, auch noch den Rock hingeben solle, daß man sich um die irdischen Bedürfnisse nicht kümmern, für den morgigen Tag nicht sorgen solle, kann er keinen Vorzug erblicken, denn mit derartigen einer törichten Frömmigkeit entsprungenen Lehren könne kein geordnetes Gemeinwesen bestehen8). Als eine heidnische Anschauung bezeichnet es Duran, einen V ermittler zwischen Gott und den Menschen anzunehmen, wie es diejenigen täten, die ausschließlich die Heiligen anrufen, daß sie für sie beten möchten. Wir berufen uns wohl auch auf das Verdienst der Väter, auf die Propheten und die Frommen, daß sie unsere Fürsprecher bei Gott sein mögen; unsere Gebete aber sind unmittelbar an Gott gerichtet4 *). Von den christlichen Theologen seiner Zeit berichtet er, daß sie die Trinität durch die Dreiheit der ף K. M., S. 14 a. 2) K. M., S. 14 a. 3) k> M., S. 14 b, vgl. Crescas בפזול עקרי הנוצרים, S. 42. 4) M. A., S. 23 a. Vgl. das, S. 6 a> Monatsschrift, 53. Jahrgang, 15

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