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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 2 · p. Seite 220

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 2
Article
Die Stellung des Simon ben Zemach Duran in der Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie
Date
1909-01-01
Page
Seite 220 (sequence 22)
Language
German
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220 Die Stellung des Simon Durau in der jüd. Religionsphilos. ablehnt, während sie nach der Überzeugung des Offenbarungsgläubigen für die Allmacht Gottes innerhalb des Bereichs des Möglichen liegen. Nach, der Ansicht unserer alten Weisen ist aber auch die Möglichkeit solcher Wunder abzulehnen, die ein völliges Abweichen von der Natur der Dinge voraussetzen, und nur die Annahme solcher Wunder gestattet, die irgendeine Analogie mit der den Dingen von der Schöpfung her verliehenen Natur aufweisen. Demgemäß sind die Wunder selbst in gewissem Sinne als naturgesetzlich zu betrachten, indem Gott bei der Schöpfung der Dinge in sie die Möglichkeit gelegt hat, zu einer bestimmten Zeit und zu bestimmten Zwecken ihre Natur zu verändern1). Die Wiederbelebung der Toten, damit kehrt Duran am Schluß wieder zu seinem Thema zurück, gehört zu den größten Wundern; von dem Glauben an dieses Wunder ist nach der Mischna die ewige Glückseligkeit des Israeliten bedingt Die Wiederbelebung, durch den Messias herbeigeführt, wird in der Vereinigung der Seele mit ihrem ehemaligen Körper bestehen. Wie sie, mit diesem vereint, im diesseitigen Leben Gott gedient hat, so wird sie, mit ihm vereint, auch die Freuden der künftigen Welt genießen, die nach Durans Ansicht auch materieller Art sein werden. Die Auferstandenen werden nicht, wie Maimonides meint, wieder sterben, um nur als Seelen fortzuleben, sondern sie werden in der Vereinigung von Seele und Körper zum ewigen Leben übergehen, das Gott, nachdem er am Anfang der Schöpfung wegen der Sünde des ersten Menschen über die Menschheit den Tod verhängt hat, für das Ende der Dinge seinen Frommen verheißen hat2). 7. Polemik gegen Christentum und Islam. Die Polemik gegen Christentum und Islam, bei den jüdischen Religionsphilosophen im Allgemeinen dem Bedürfnis entspringend, den Lehrinhalt des Judentums, wie 1) M. A., S. 98 b—99 a. 2) m. A., S. 99 b.

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