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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 2 · p. Seite 202

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 2
Article
Die Stellung des Simon ben Zemach Duran in der Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie
Date
1909-01-01
Page
Seite 202 (sequence 4)
Language
German
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202 Die Stellung des Simon Duran in der jüd. Religionsphilos. vernünftige Seele dereinst zu demselben Körper zurückkehren werde, mit dem sie im diesseitigen Leben verbunden war. Nehmen wir an, daß die Vereinigung der als getrennte Form für sich selbst bestehenden Seele mit dem Körper zu dem Zwecke erfolge, um in dieser Vereinigung zu einer höheren Vollkommenheit zu gelangen, so könnten wir auch der Lehre der Kabbalisten von der Seelenwanderung unsere Zustimmung erteilen1). Aus dieser Ansicht vom Wesen der menschlichen Seele ergibt sich, wie Duran lehrt, daß die göttliche Vorsehung über alle menschlichen Individuen walte und ihnen die ewige Existenz verleihe, wie sie nach der Ansicht des »Philosophen« über die getrennten Intelligenzen waltet und diesen die ewige Existenz verleiht, Auch der Sünder ist vom Walten der göttlichen Vorsehung nicht ausgeschlossen und dem Zufall überlassen; auf die Unfrommen wie auf die Frommen sich erstreckend, bekundet sich die göttliche Vorsehung in der einem Jeden nach seinem Verhalten zukommenden Vergeltung, in der Belohnung, die dem Frommen, und in der Bestrafung, die dem Sünder zuteil wird. Diese uns von der Thora überlieferte *) E. Hk., cap. 19, vgl. M. A., S. 88, Albo IV, cap. 29, S. 208 a: ועל כן יראה שהדעת הנכון והנאות לתורה הוא, שהנפש עצם רוהני מוכן אל ההשכלה לעבוד הש״י ולא אל ההשכלה בלבד .♦ . רכשתי הדעות הללו שבמהות הנפש, רצוני אס היא כח היוליאני או עצם עומד בעצמו, הוא שנחלקו רז״ל בערובין ...ונענו וגמרו כוח לו לאדם שלא נביא משנברא ועכשיו שנברא יפשפש במעשיו, ונראה שהאומר נוח שנברא יסבור שנפש האדם כח היוליאני כדעת הפילוסוף, וע״ב יאמר שנוח לו שנברא, לפי שכל מציאות טוב יותר מההעדר וכד, והאומר שכוח לו שלא נברא יסבור, שהנפש עצם רוחני קיים מצד עצמו... ואלו היה הנפש כה היוליאכי, האי־ך יאמר טוב משניהם על דבר הנעדר, ואיך י היה ההעדר טוב מהמציאות ומכאן יצא לקצת החכמים דעת הכלגיל ובו". Der Varwurf Joels gegen Albo, daß er sich einer Undankbarkeit gegen Crescas schuldig mache, indem er hier im eigenen Namen gegen eine Glorifizierung des Wissens auf Kosten eines frommen Lebenswandels Einspruch erhebe, als ob dies nicht bereits durch Crescas geschehen sei (Joel, Crescas, S* 77), trifft demnach nicht zu. Albo hat sich hier nur anstatt Crescas unseren Duran zum Führer gewählt, freilich, wie gewöhnlich, ohne auch nur anzudeuten, daß er aus einer fremden Quelle geschöpft habe.

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