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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 2 · p. Seite 183

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 2
Article
Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden in der tannäischen Zeit
Date
1909-01-01
Page
Seite 183 (sequence 10)
Language
German
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Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden. 183 nur der Jäger verstanden, es bezeichnet zugleich den Vogelsteiler1) und Fischer2 3). An manchen Stellen bleibt es daher unentschieden, ob wir es mit dem Jäger oder Fischer zu tun haben8). Eine Parallele bietet der Römer mit seinem venator4), der mit demselben Wort den Jäger, Fischer und Vogelsteller benennt, sowie mit dem davon abgeleiteten venatio5) und seiner dementsprechenden Bedeutung. Eine andere Bezeichnung für Jäger ist 6 *קניגי) (*uv/iyos), das erst spät übernommen ist und sich daher in der Mischnah 1j T. Ab. sara IV, 11: נאמן דצייד לומר עוף זד, טמא וכוי, T. Bech. l, 12, b. Chull. 63 b, j. Scheb. IX, 38 d: המא חד צייד צייד ציפרין פרס מצודתיה, b. Erub. 54b, משל1 לצייד שצד צפרים. 2) b. Mo kat 11a erzählt Rab widerholt von einem אדא ציידא, der ihni bezüglich des Genusses von Fischen Verhaltungsmaßregeln gegeben habe. An diesen Stellen ist ציידא der Fischer. 3) j. Chag. II, 77 b: אומנותיד דדן צייד, Schebi vn, 4: ציידי חיד ועופות ו דדם (b. Pes. 23 a), b. Mo kat 13 b, wird das צ׳ ״דין der Mischnah als צדי חיות ועופות ודגים erklärt. 4) v. Kayser, S. 10. 5) [Das Assyrische hat in gleicher Weise saiadu (Delitzsch, Hwdb., S. 564). »Jäger, Fänger«. So wird auch im Gilgamisch-Epos der Jäger bezeichnet, der sich Tafel I, Col. III ff. über Gilgamisch beschwert: »Er hat die Gruben, die ich gegraben, meine Netze, die ich hingebreitet, herausgerissen, hat aus meinen Händen entkommen lassen, das Vieh, das Gewimmel des Feldes« (nach Jensen in KB. VI, S. 123). Er heißt das. Col. II, V. 42 sa-a-a-du cha-bi-lu (V. חבל) — amilu »Ein Jägersmann, ein Fängermensch«, Pick]. 6) Sifre § 102 (S. 94 b): אר״ע וכי משד קניגי ובלסטר דיד, b. Chull. 60 b, Gen. r. 32, 8 אמר ליד נח וכי קניגי אנא, Pes. di R. Kah. 191b תהא מנוככעי ולא מן מקינגאי. Fürst 200 a übersetzt »Veranstalter der Tierkämpfe« und nach ihm Krauß II, 553 b. Ausführlich Krauß I, 255. Die Parallele Pes. r. 201a liest תדי'מטבריטי ולא מקניניזא zu verbessern in מקניגיזא (wjvYiYsata), SO schon Güdemann in dem dazu gehörigen Appendix. Für die Lesart ־9•) טבריטי£cop7rn1<;) »Zuschauer« entscheidet sich J. Löw zu Krauß II, 256. Die drei erstgenannten Stellen erklärt Fürst als »Aufseher der Wildparke, und weil diese Aufseher die wilden Tiere kannten, die als Seltenheiten in die Amphitheater gebrächt wurden Tier kundiger«. קניגי an diesen Stellen so aufzufassen, liegt m. E. kein zwingender Grund vor.

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