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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 2 · p. Seite 178

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 2
Article
Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden in der tannäischen Zeit
Date
1909-01-01
Page
Seite 178 (sequence 5)
Language
German
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178 Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden. Stelle hierfür meinen besten Dank ausspreche, ebenso meinem Kollegen Herrn Dr. Pick, der mir aus der assyrisehen Literatur einige Anmerkungen bereitwilligst zur Vetrfügung stellte, die in den Fußnoten in eckiger Klammer, mit Pick bezeichnet, beigefügt sind. Bedeutung und Wertschätzung der Jagd. Es unterliegt keinem Zweifel, daß einmal die Hebräer wie jedes andere Volk im Uranfang seiner Geschichte Jäger von Beruf gewesen sind. Damals mußte man sich gegen die reißenden Tiere mit Steinen oder mit einem starken Baumast, wohl der ältesten Waffe, die der Mensch kennt, und wie sie heute noch von dem Waldindier geführt wird1), verteidigen. Aber jene niedrige Kulturstufe hatten die Hebräer schon längst überschritten in der Zeit, von der uns ihre älteste Urkünde, die Bibel, zu erzählen weiß, ln biblischer Zeit galt es zwar noch, die Herden gegen die räuberischen Angriffe wilder Tiere zu schützen2); auch der Wanderer hatte sich oft ihrer zu erwehren; von Helden, wie Simson3), David4) und Beriaja5), berichtet die Schrift, daß sie im Nahekampf Löwen und Bären erlegt haben; aber damit soll nur der Mut und die Tapferkeit jener Männer gezeichnet und nicht etwa gesagt werden, daß sie »gewaltige Jäger vor dem Herrn« gewesen sind wie Nimrod6) und Esau7), die eben keine jüdischen Gestalten sind. Die vielen Bilder, welche allenthalben in der Bibel dem Jagdleben entnommen sind8), und *) Weiß, Kostihnkunde 1. Aufl. 1860, S. 7. 2j I Sam. 17, 34 ff.; vgl. auch Gen. 37, 33. ף Ri 14, 6; 15, 4. 4} Siehe Anm. 2. ף II Sam. 23, 20. .6) Gen. 10, 9. 7) Gen. 27, 3; 27, 40. 8) So ist die Gazelle, צבי, das Bild der Anmut und Liebe (HL. 2, 9; 2, 17; 4. 5; 7, 4 u. ö.), der Hirsch das Bild der Gewandtheit

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