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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 2 · p. Seite 179

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 2
Article
Jagd, Fischfang und Bienenzucht bei den Juden in der tannäischen Zeit
Date
1909-01-01
Page
Seite 179 (sequence 6)
Language
German
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Jagd, Fischtang und Bienenzucht bei den Juden. 179 die häufige Erwähnung von Raub- und eigentlichem Jagdwild deuten darauf hin, daß Palästina an Wild kernen Mangel hatte. Das Wildpret* 1) war daher wohl geschätzt Es finden sich sogar besondere Gesetzesvorschriften bezügiich des Wildes, das Blut auslaufen zu lassen und es mit Erde zu bedecken2 3). Und doch hat die Jagd bet den Juden — wenigstens nach unseren Quellen — zu keiner Zeit die Bedeutung wie bei den anderen Völkern des Altertu m s erlangt. Der assyrische König Samsiramman war ein gewaltiger Jäger, der mitten in der Erzählung seiner Großtaten nicht vergißt anzugeben, wieviel Löwen er erlegt habe8), und Assurnazirpal erzählt von sich, wie er am Euphrat Auerochsen gejagt4) und in der Nähe von Ninive einen Tiergarten5) angelegt habe. Die bildlichen Darstellungen aus dem Sargonpalast zeigen den König, wie er zu Wagen oder auch zu Pferde mit Bogen und Wurfspieß den Löwen und Panther, den Hirsch und die Gazelle verfolgt6 *). Nicht weniger sind wir über die Jagden, und Schnelligkeit (HL. 8, 14; Ps. 18, 34), der Löwe das Bild der Stärke (Ri 14, 18; II Sam. 1, 23) und des Mutes (Spr. 28, 1; 30, 30). 13 Gen. 27, 3 f. 2) Lev. 17, 13; Deut. 12, 15 f. 3) Kaulen, Assyrien und Babylonien nach den neuesten Entdeckungen (5. Aufl.) 233. — Die Jagd auf Löwen wird auf den assyrischen Denkmälern überaus oft dargestellt. 4) Kaulen 230; vgl. auch Austen H. Layard, The monuments of Nineveh I, London 1849, plate 11, 12, 32, Jagd auf Wildochsen darstellend. 6) Kaulen, ibid. [KB. I, S. 125, Pick]. c) Kaulen 55, Weiß 249. ■— Jagd auf Hirsche in »Ninive et V Assyrie par V. Place tome troisieme« (1867), PI. 56; auf der einen Seite sind große Stellnetze errichtet, die ein Entfliehen der -Tiere verhindern. Sie werden mit dem Pfeil erlegt; A. H. Layard, The monuments of Niniveh, A second series, London 1853, plate 32 stellt einen Jäger mit Gazelle, Hase und Vögeln dar. Vgl. ibid. Nr. 64, 65. 12*

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