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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 2 · p. Seite 171

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 2
Article
Agada bei Philo
Date
1909-01-01
Page
Seite 171 (sequence 13)
Language
German
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Agada bei Philo. 17L aber auch dies noch zu schwer zu fassen sei, dieser müßte, durch Zeichen von Möse belehrt werden, wozu ihm eben am Dornbusch ÜieMachtgegeben wird. Es spricht hier freilich mehr der ־wissenschaftliche Theologe als der volkstümlich redende Agadist, was man erst recht erkennt, wenn man damit die zahlreichen agadischen Deutungen im palästin. Midrasch zu אהיה und אלר\ אבותיכם (Schern, fäbb. P.8) vergleicht. Doch entbehrt bei Philo die Ausführung nicht des agadischen Beigeschmäcks, wie besonders bei der anderen Deutung, die er zu אלהי אבותיכם de Abr. § 10 gibt, es sei das ein Geschenk an die Menschheit gewesen, daß Gott uns als Gott der Väter näher getreten, so dürfe der zu ihm Flehende der Erhörung desto sicherer sein. Exöd. c. 7, 1 ff. Bei Besprechung der Plagen Ägyptens bringt Philo zunächst allgemein den agadischen Gedanken zum Ausdruck, daß sie nicht zu sowohl zur Vernichtung als zur Zurechtweisung der Bewohner Ägyptens bestimmt gewesen seien : •טסד? otoyropoo; 6 ■8-sö; [Aällov sßot&sro ן?־ SiacpikTpcu de vita Mos. I, § 110, ed. Cohn, und trifft damit sehr wohl das Schriftwort Ex. 9, 16: בעבור זאת העמדתיך בעבור הראתך את כחי. Ex. 7, 13. Daß auch Philo die agadische Erklärung hat, die abgöttische Verehrung, die die Wasser des Nils bei den Aegyptern genossen, habe es bewirkt, daß sie zuerst von den Plagen Aegyptens betroffen worden, darf hier nur kurz angedeutet werden, als bereits bei C. Siegfried in seinem Buche, S. 147 erwähnt. Nicht erwähnt bei ihm aber ist, was Philo zu der dritten Plage Ex. 8, 12 ff. von agadischer Erklärung hat. Er hebt bei dieser in besonders ansprechender Weise hervor, wie selbst das Kleine und Unscheinbare in der Hand der Vorsehung zu wirksamer Waffe wird, den Trotz der Feinde Gottes zu brechen (de Vita Mos. I § 112). »Gott«,, heißt es ausärücklich daselbst, »wählt nicht das Stärkste lind Größte, da er vergilt, er achtet dieses für gering, er schafft sich

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