Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 53 (1909)
- Issue
- Heft 2
- Article
- Agada bei Philo
- Date
- 1909-01-01
- Page
- Seite 170 (sequence 12)
- Language
- German
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170 Agada bei Philo. geht, ganz allgemein von der Unvertilgbarkeit des israeliti־־ sehen Namens spricht, der palästinensische auch hier individualisierend bei dem konkreten Falle, der Gefahr, die von Ägypten droht, stehen bleibt, andererseits aber, wie wir gesehen, desto reicher und schöpferischer in agadischer Einzelauslegung ist. Auf den Inhalt der Offenbarung am Dornbusch eingehend, erklärt Philo den Zusammenhang der Verse von Ex. 3, 13 bis 3, 15 und 4, 1 ff. geistreich, in durchaus zutreffender Weise (de vita M. I, § 71 ff.) wie folgt: Gott ist seinem eigentlichen Wesen nach der Seiende, die Bezeichnung für ihn, wonach Mose fragt, kann keine andere sein, als die, welche das Sein Gottes ausdrückt. Tö yiv TCptöTov Xsys, ^ykjiv, ocutoTs otl 8ך<& sip 6 &v zu deutsch: sage ihnen zuerst, spricht Gott, ich bin der Seiende, genau dem Schriftwort אהיה »שר »היה entsprechend. Wird etwas anderes, fährt dann Philo fort, von mir (Gott) ausgesagt, so ist das nicht mehr eigentlicher Name von mir, der ich nichts als das Sein bedeute, doch ist dies nur für die Bevorzugten an Geist; für die Geistesschwächeren bedarf es sinnlicher Handhabe Gottes Wesen zu fassen. Mose habe darum hinzuzufügen, daß Gott auch der Gott der Väter sei, wobei das Gedächtnis der Väter gleichsam die Brücke bilde, zwischen Gott und Mensch eav aff'&svsenrspot rag cpöest; ovrsg tm(71rc0(7t, wp6(yp713־tv, ^rfkaxjov auroXg [iri {jlovov tou-01’ cm ׳Jko; sl[M, aXk’ oti xal TptoW toW STüoavuM-wv avSptov apsT/fe, ׳O£0־;;Aßpcc(Z[x 3cocl 36*8׳? ,I<70cobi %71 ■ö-sö; ,Iafcwß, tov 6 (jlsv. rrjg XiSaym/fc 6 5s r%g <pu:1x,7fe 6 Ss r%g a<TX7)Tix7)'g ao^piocg *avtkv scrav, was zu deutsch : verlangt aber der Geistesschwachere noch Beinamen von mir, dann sage ihm, daß ich nicht nur Gott bin, sondern auch Gott der drei nach der Tugend benannten Männer, Gott Abrahams, Isaks und Jakobs von denen der eine das Muster der durch Lehre gewonnenen, der andere das Muster der durch Naturaniage, der dritte das Muster der durch praktische Übung gewonnenen, Tugend bildet; wem