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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 2 · p. Seite 164

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 2
Article
Agada bei Philo
Date
1909-01-01
Page
Seite 164 (sequence 6)
Language
German
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164 Agada bei Philo, Gen. 25, 25 ff. Von den Söhnen Isaaks repräsentiert unserem Philo ganz wie im palästinensischen Midrasch Esau den Typus der Roheit, der Schlechtigkeit im Menschen, soweit sie aus Ungeschlachtheit entspringt (Quaest. in Gen. IV, 168). Dabei wird ארמני, das bei Esau gebraucht wird, übereinstimmend mit Ber. rabb. c. 63, auf die in Wildheit und Gemeinheit ausbrechende Zornes- und Rachetat bei Esau gedeutet und! erklärt Philo noch besonders, das Bild des haarigen Mannes bei Esau gehe auf seine Kunst, Gedanken und Absichten zu verbergen. Gen. 27, 1. Die Erblindung Isaaks, schreibt Philo älteren Agadlsten nach (Quaest. in Gen. IV § 196) — ob palästinensischen Autoren, bleibe dahingestellt— sei nur eine zeitweise, vorübergehende gewesen, zu dem Zweck ihm auferlegt, daß der würdigere von den beiden Söhnen den Segen des Vaters empfange. Es ist echt alexandrinische Wundersucht, da hinzugefügt wird, dann sei Isaak wieder sehend geworden; ohne dieses übertreibende Moment der palästinensische Midrasch: למה כהו עיניו של יצחק כדי שיטול יעקב הברכות Ber. rabb. c. 65. Gen. 97, 22. Die »Stimme Jakobs« deutet Philo (Quaest. in Gen. IV, § 212) auf die fromme Gesinnung, wie sie in כי הקרה ה״ אלהיך לפני zum Ausdruck gekommen, wiederum in Obereinstimmung mit dem palästinensischen Midrasch (Ber. rabb. P. 65)נשעה שאמר יעקב כי הקרה ה׳ א״ לפני אמר יצחק יודע אני שאין עשו מזכיר שמו של הקב״ה וכר. Gen. 28, 7. Hier findet Philo den feinen, besonders bemerkenswerten ethischen Zug angedeutet, daß es von Jakob heißt, er habe beiden Eltern in Bezug auf die Gattinwähl Folge geleistet, was seinen pietätsvollen Sinn bekunde, während der andere, Esau, lediglich den Wunsch des Vaters geehrt habe, der Mutter werde dabei nicht einmal gedacht (Quaest. in Gen. IV. § 244). In der weiteren Ausführung über das Thema der Kindesliebe und des zu erwartenden Lohnes für die Verehrung der Eltern gibt es daselbst eine agadische

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