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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 2 · p. Seite 163

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 2
Article
Agada bei Philo
Date
1909-01-01
Page
Seite 163 (sequence 5)
Language
German
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Agada bei Philo. 163 ET7) ßlCD«KVTO)V 6 -pxp öcXY)9־'St(Z ,jrpscrßuTEpoi; OÜX. SV [/.'fast ^povcuv aXX’ ev ETiaivsTCi) x.al tteXeiw p![w •frsopETTai. Zum ersten Mal sprechen die heiligen Urkunden bei Abraham von Greisenalter, da doch die Menschen vor ihm zum Teil dreimal so lange und noch länger lebten, und der Grund sei, daß das wahre Greisenalter nicht in der Länge der Tage, vielmehr in der Vollkommenheit des Lebenswandels erblickt werde. Bei dem zweiten Erzvater knüpft die Agada an dem bedeutsamsten Vorgang in dessen Leben, an die Opferung Isaaks, an. Es ist bekannt, daß dafür in palästinensischen Kreisen eigens ein Wort, das für Isaak charakteristisch ist, עולה תמימה geprägt worden, und ganz ebenso spricht Philo in de Sacrif. Abel u. Caini § 33 von Isaak als Beispiel von Opfern, an denen kein Fehl. Sonst fließt die Quelle der Agada zur Geschichte dieses zweiten Erzvaters bei Philo nicht allzu reichlich. Immerhin Einiges von Interesse in dieser Beziehung bieten doch eben die Quaestiones. So zu Gen. 24,16; daselbst hat der scheinbar nach voraufgegangenem בתולה müßige Zusatz ואיש לא ידעה nach Philos sinniger Erklärung seinen Grund darin, daß Rebecca, die nachmalige Stammmutter, damit in doppeltem Sinne Jungfrau genannt werde; sie sei es nicht nur in körperlicher Beziehung, sie sei es auch nach ihrem Denken und Fühlen gewesen, indem der Gedanke an einem Mann noch nie ihre Seele berührt habe und das sicherlich auch in Blick und Haltung bei ihr hervorgetreten sei (Quaest. in Gen. L. IV § 99). Dem nahe kommt von palästinensischer Seite der Ausspruch des R. Jochanan (Ber. rabb. P. 6Ö): אפילו אדם לא תבע בה vgl. das. v. 57. Für die Frage an das Mädchen daselbst hat Philo in der Quaest. P. Gen. IV, 132 die agadische Deutung, daß es bei der Verheiratung des Mädchens ihrer Zustimmung bedürfe, daß sie nicht der Sklavin gleich, willenlos in die Abhängigkeit von einem fremden Herrn sich begeben müsse, ganz wie auch im palästinensischen Midrasch geschrieben wird אין משיאין את הקטנה אלא על פיה nach der Fassung im Jalkut z. St. 11*

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