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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1909-01-01 · Heft 2 · p. Seite 162

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
53 (1909)
Issue
Heft 2
Article
Agada bei Philo
Date
1909-01-01
Page
Seite 162 (sequence 4)
Language
German
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162 Agada bei Philo. 18, 21) gleichsam an den Tatort der verübten Schuld, der Sünden zu Sodom und Gomorrha, sich begibt, erklärt Philo agadisch nach dem bekannten, bei palästinensischen Lehrern geläufigen Grundsatz למדה תורה דרך אוץ, es sei das keine Erzählung vom Tun Gottes, es sei vielmehr Wink für uns, die Menschen, daß wir nicht voreilig auf ein bloßes Gerücht hin eine Entscheidung treffen, daß wir uns zuvor vom Grund oder Ungrund des Geredes vergewissern. Mögen also auch Vorgesetzte, setzt Philo paränetisch hinzu, sich des Eingeständnisses, eine Sache nicht zu wissen, nicht schämen, da sie doch hier hören, wie selbst die Gottheit es nicht verschmäht, sich nähere Kunde zu verschaffen, ehe sie straft. Derselbe Gedanke auch im palästinensischen Midrasch, wie bekannt, und zwar bereits zu Gen. 11, 5 wozu Tanchuma bemerkt: «לא חכל צפוי וגלוי לפניו אלא ללמד לבריות שלא לגמור את הדין ושלא לומר דבר מה שלא רואין. Für Philo war eine solche Auslegung um so zwingender, als er seiner ganzen theologischen Position nach auch nicht entfernt den Gedanken von Antropomorphismus, von einer körperlichen Bewegung: der Gottheit, bei seinen Hörern oder Lesern aufkommen lassen konnte. Zu dem Schluß der Erzählung vom Leben Abrahams, dem ואברהם זקן בא בימים (Gen. 24) gesellt sich noch einmal ausschmückender, sinniger Midrasch, und bei Philo nicht minder wie bei den palästinensischen Agadisten. Bekannt aus dem Kreise der letzteren ist der Ausspruch Talm. Baba mez. 87 a: עד אברהם לא היה זקנה mit der halb scherzhaften Begründung daselbst :מאן דהוי בעי למשתעי בהדי אברהם משתעי בהדי יצחק וכר. Mit ernster zunehmender Begründung und von ethischem Gehalte tritt dem zur Seite der Midrasch Ber. rabb. c. 59 אברהם ע״י שכתוב בו ושמרו דרך ה׳ לעשות צדקה ומשפט זנה לזקנה, der Erzvater habe sich die Ehre des Alters durch seinen auch für die Nachkommen vorbildlichen Wandel erworben. Mit letzterem stimmt das zusammen, was Philo de Abr. § 270 ed. C. sagt: 01 ^pYisp-ol . . . 7cpßT0n aü-cöv!XTTS<p*lQVGCVTQ WpSffß<JTep0V Toi'/ TCpÖ COITOS ׳TpmXaot« 'Aal ■X0k־k!tTz\a<jM..

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