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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 6 · p. Seite 751

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1908-01-01
Page
Seite 751 (sequence 4)
Language
German
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Besprechungen. 751 *an die Hochschulen Babyloniens wird geschichtlich entwickelt; die Charaktere und Lehrmethoden Rabas und R. Josefs, dieser entgegengesetzten Pole, scharf gezeichnet. Abajis und Rabas Wirken gibt dem Verfasser Gelegenheit zu einer Würdigung der babylonischen Amoräer dieser Epoche. Die »Hawajjoth d’Abaji w’Raba« wurden in ihrem richtigen Lichte gezeigt und »der Primat der praktischen vor der theoretischen Vernunft« als lebenerhaltendes Moment des damaligen, wie gegenwärtigen Judentums erwiesen.. Die letzte Glanzperiode der Juden unter der Sassanidenherrschaff, die Regierungszeit Sabur III. wird trefflich dargestellt und R. Aschis überragende Persönlichkeit in seinem Verhältnis zur Regierung und Zeitgenossen dargestellt. Kurz ist die Redaktion des Talmud behandelt. Das Kapitel ist etwas mager ausgefallen und hätte bei Berücksichtigung der positiven Ergebnisse der kritischen Forschungen von der ältesten bis in die neueste Zeit wesentlich erweitert werden können. Als gelungen muß die oft versuchte und selten befriedigende Charakteristik des ganzen Talmud (S. 126—136) bezeichnet werden, Souveräne Beherrschung des Stoffes, weiter historischer Blick, vorsichtige Kritik und wohlerwogenes Urteil müssen dem Verfasser nachgerühmt werden. Besonders wertvoll ist der Anhang (S. 148—160) über die bedeutendsten Judenstädte im engeren Babylon, der vorzügliche Identifizierungen und Richtigstellungen enthält und durch eine vom Verfasser entworfene Landkarte illustriert wird. Einige gelungene Erklärungen talmudischer Stellen, die in bescheidenen Anmerkungen untergebracht sind, verdienen Erwähnung. In den Baba bathr. 8 a erwähnten Abgaben לפרשאד ול&חינא erblickt Funk richtig Militärsteuern für Reisige und Panzer. Als Parallele wird die babylonische Einrichtung herangezogen, daß z. B. unter Cambyses vom Bürgermeister in Babylon Steuern für Reiter und Rüstung eingehoben werden; ebenso unter Darius (vgl. Köhler bei Peiser: Aus dem babyl. Rechtsleben, IV, S. 9). (S. 43, Anm. 1.) In בי אבידן versteht Funk (S. 53, Anm. 5), wie er bereits in seiner Schrift: Die haggad. Elemente in den Homilien des Aphraates Note B behauptete, eine spöttische Bezeichnung für בי עבדין Haus der Gottesknechte, Kloster (wie Tur-abdin); die Richtigkeit der Vermutung wird durch die Talmudstelle עבד ישתחוד, למשיח Sanhedr. 61 b erwiesen. Die christlichen Einwohner der persischen Städte hießen, wie Nöldeke (Tabari S. 24, Anm. 4) sagt: ibad; sie bezeichneten sich den Heiden gegenüber als »Gottesknechte«. Wichtig ist die, allerdings nicht vollkommen erwiesene, Be-

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