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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 6 · p. Seite 745

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 6
Article
[Rezension]
Date
1908-01-01
Page
Seite 745 (sequence 7)
Language
German
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Besprechungen• 745 giessen1) und wir finden Priesterhebe in seinem Besitz2). Er hat auch eine rote Kuh verbrannt3). Nun gibt es eine Ansicht, daß das Verbrennen der roten Kuh nur durch den Hohenpriester geschehen dürfte4 *). Aus der Mischna®), wo diese Ansicht als סתם angeführt wird, geht hervor, daß dies die herrschende Ansicht war. Die sieben Priester nach Esra, welche rote Kühe verbrannt haben6), waren alle Hohepriester. Die Ansprache bei der Handauflegutig lautete: mein Herr Hohepriester7). So hat Rabbam Jochanan ben Sakkai einen sadduzäischen Kuhverbrenner angesprochen8). Wir sehen also, daß in praxi nur ein Hohepriester zur Kuhverbrennung zugelassen wurde. Wenn nun R. Jochanan b. S. eine rote Kuh verbrannt hat, so muße er zu der Zeit ein Hohepriester gewesen sein. Da er aber nicht unter die Hohenpriester gezählt wird, welche rote Kühe verbrannt haben, so muß er mit dem dort genannten Jochanan dem Hohepriester identisch sein und ist auch nach der Toseftha mit dem Hohepriester Jochanan identisch, der das Zehntenbekenntnis abgeschafft und die Verordnung über Demmai eingeführt hat9). Diese sowie die anderen in demselben Zusammenhang erwähnten Verordnungen hat R. Jochanan zu einer Zeit erlassen, als er noch nicht der berühmte Lehrer war und nur kraft seines Hohenpriesteramtes Verordnungen erlassen konnte. Daher nennt ihn die Mischnah bloß nach diesem seinem Amte. Ähnlich finden wir, daß der junge R. Jochanan ben Sakkai bloß ben Sakkai genannt wird10). Die Aufhebung des Zehntbekenntnisses wurde nicht allgemein gebilligt11) und gewiß später wieder eingeführt; daraus erklärt es sich, daß R. Johanan ben Sakkai selbst vom Zehntbekenntnis spricht und daß diese Verordnungen nicht unter den Verordnungen R. J. b. Sakkais gezählt werden. Daraus, daß R. J. b. Sakkai ein Priester gewesen, erklärt sich 1) Toseftha Ahiloth XVI, 8. 2) Sabbath 34 a. 3) Toseftha Para IV, 7; Sifre Num. § 123. 4) Toseftha Para IV, 6. 6) Para IV, 1. 6) Para III, 5. 7) ibid. 8: ישי כהן גדול#. 8) Toseftha Para III, 8. 9) יוחנן כהן נתל in Jadajim IV, 6 ist ein sadduzäischei;Hohenpriester Jochanan, der viel früher gelebt hat und vielleicht mit Hyrkan identisch ist. 10) Sanhedrin V, 2, Babli 41 a unt. n) Vgl. Jer. Sota 24 a unt.

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