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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 6 · p. Seite 727

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 6
Article
Der Pardes als Quelle für die Literaturgeschichte der Juden in Deutschland
Date
1908-01-01
Page
Seite 727 (sequence 18)
Language
German
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IRI
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Der Pardes als Quelle für die Literaturgeschichte etc. 727 Brüder Goldschmidt in Frankf. a. M.1) Säe ist auf Pergament geschrieben. Das Werk selbst ist älter als das 13. Jahrhundert. Es finden sich nämlich am Rande (S. 18, 41> 43) Bemerkungen eines gewissen Abraham, der Samuel ben Baruch aus Babenberg als seinen Lehrer bezeichnet (S. 43). Da Samuel im 13. Jahrhundert gelebt — er war ein Lehrer R. Meirs aus Rothenburg — so muß das מעשה הגאונים älter sein. Auch in Cod. Oxford N. 794, 6 bezeichnet Abraham Samuel ben Baruch aus Babenberg als seinen Lehrer. Vielleicht ist dieser Abraham identisch mit Abraham aus Nürnberg, einem Verwandten R. Meirs aus Rothenburg2), oder ist gar ein Bruder desselben8). Das מעשה הגאונים lag schon dem Verfasser des Rokeach, R. Eleasar, vor. Es schreibt Rokeach N. 355 מעשה שנשאו שני כהגים בשכת בפרשת כי תצא. .. ואח״כ יכנס השני כמו שכתב במעשה הגאונים סי' כ״א. Diese Erzählung findet sich in unserer Handschrift § 61 und es unterliegt keinem Zweifel, daß im Rokeach ס״א statt כ״א zu lesen ist. Das Werk lag demnach Eleasar schon in derselben Einteilung vor, wie sie die Handschrift bietet. Auch was Rokeach N. 441 im Namen der מעשה הגאונים anführt, findet sich in unserer Hs., am Anfänge, wörtlich; ausführlicher im Pardes N. 224, ed. Warschau. Das Maasseh ha-Geonim ist die Hauptquelle des Pardes füt die Entscheidungen der rheinländischen Gelehrten. Es ist ein Sammelwerk, wie aus der Anlage des Werkes deutlieh hervorgeht. S. 9 a heißt es: וטעמו של דבר יש לי בדף אחר שהשיב ר׳ משלם, S. 43a: מעשה היה בטכנצא ... כשאמצא אכתוב, S. 59 a (?) כמו שציין בהלכות קנ״ד, S. 70 b: צריך לעיין בספר. Der Sammler war ein Mainzer Gelehrter, wie nämlich 9 In der Handschrift fand sich ein einzelnes Blatt mit Bernerknngen Kirchheäms, darunter auch die, daß die Handschrift früher im Besitze Aron Fulds gewesen sei. a) Vgl. Back, S. 20. s) Vgl. Zunz, Riius 199; Back, S. 17.

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