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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 6 · p. Seite 671

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 6
Article
Die Stellung des Simon ben Zemach Duran in der Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie
Date
1908-01-01
Page
Seite 671 (sequence 31)
Language
German
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671 Die Stellung des Simon ben Zemach Duran etc. der Eigenschaften der Seele« angeführt1). An zahlreichen Stellen und durchweg zustimmend beruft sich Duran auf den Kusari, ohne jedoch Jehuda Halewi als dessen Verfasser zu nennen. So führt er die vom Verfasser des Kusari ausgesprochene Ansicht an, daß es auserwählte Menschen gebe, die, ohne Anwendung von Schlußfolgerungen und ohne der Mühe des Lernens zu bedürfen, durch die Vereinigung ihrer Vernunftkraft mit der allgemeinen Intelligenz zu gewissen Erkenntnissen gelangen, was als die Einwirkung des »heiligen Geistes« bezeichnet wird2 *). Er stimmt der Ansicht des Kusari zu, daß der Gott Abrahams von dem Gott des Aristoteles verschieden sei8), daß die Beweise der Philosophen für die Ewigkeit der Himmelskörper als unzutreffend anzusehen seien4), wie er auch mehrere Beweise für die Geschaffenheit der Welt aus dem Kusari geschöpft hat5). Wir sind, wie der Kusari lehrt, nicht im stände, den Zweck der Schöpfung anzugeben6), und dürfen nicht, wenn wir etwas an der göttlichen Weltordnung nicht begreifen, an Gottes Gerechtigkeit zweifeln, sondern müssen dies unserer begrenzten Einsicht zuschreiben7). Aus Kohelet 12, ד hat Jehuda Halewi in zweien seiner religiösen Dichtungen und Ibn Esra in seinem Koheletkommentar bewiesen, Serachja noch Duran zu kennen scheinen. Vgl. Kaufmann, Studien über Salomon Ibn Gabirol, S. 121. ג) M. A., S. 43 a, 53 a. Das dem Gabirol zugeschriebene מבחר די&נינים wird A. K., S. 72b, 74a, 87a und ein angeblich von Alga.ali dem מבחר entlehnter Satz K. M., S, 25 a zitiert. s) M. A. Einleit. S. 2 a, 2 b. Vgl. Kusari IV, 16, V, 12, S. 395 (ed. Cassel). ף M. A., S. 4 a. Vgl. Kusari IV, 16. <־} M. A., S. 96 a. *) M. A., S. 96 a fg. 6) M. A., S 98 a. 7) E. Hk., cap. 4, S. 9 b. Über Willensfreiheit und göttliche Allwissenheit, vgl oben S. 669, A. 2. Aus Kusari V, 20 stammt wohl auch die auf die Willensfreiheit bezügliche Interpretation von I Sam 26, 10 in A. K., S. 93 b.

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