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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 6 · p. Seite 667

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 6
Article
Die Stellung des Simon ben Zemach Duran in der Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie
Date
1908-01-01
Page
Seite 667 (sequence 27)
Language
German
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667 Die Stellung des Simon be!1 Zemach Duran etc. zugestehen müsse, daß die Welt geschaffen sei1). Endlich berichtet er noch von Averroes, er habe die Absicht gehabt, ein Buch zu verfassen, in dem er den Vorzug des Korans vor allen anderen Religionsbüchern nachweisen wollte; er habe aber diesen Plan nicht ausgeführt, wie ihn auch kein anderer ausführen werde, denn die erdichteten Religionsbücher lassen sich mit dem göttlichen nicht vergleichen, es sei denn wie der Affe mit dem Menschen2 *). In der Darstellung der Lehre vom Intellekt erwähnt Duran die Ansicht des Abu Be kr אבו בכר ן׳ אלציאס),, der Averroes gefolgt sei, um sich dann im Kommentar zu Aristoteles De anima von ihr loszusagen8), und an einer anderen Stelle nennt er Abu Bekr und Djaa’far al״Siddik (אבו געפאר ן׳ פאנק) als Vertreter der Lehre von der Ewigkeit der Welt4). Eine Entlehnung aus ar-Räzi’s, des berühmten arabischen Augenarztes, Schrift Mansuri ist die Ausführung Durans über das Auge5). II. Jüdische Quellen. Haben wir bisher die ausgebreitete und vielseitige Gelehrsamkeit Durans auf dem Gebiete der nichtjüdischen Literatur kennen gelernt, so dürfen wir ohne weiteres voraussetzen, daß er dem ihm am nächsten liegenden Wissensgebiete, den Erzeugnissen der jüdischen Literatur, seine Aufmerksamkeit in noch viel höherem Maße werde zugewandt haben. Und in der Tat stellt sich uns Duran in seinen Schriften als ein Gelehrter dar, der die jüdische Literatur in allen ihren Verzweigungen mit erstaunlicher Meisterschaft beherrscht. Ein gründlicher und tiefer Kenner der Bibel, hat er sich auf das Eingehendste auch mit der x) M. A., S. 95 a. 2) K. M., S. 23 b. 3) M. A., S. 80 b. 4) K. M, S. 22 a. 6) M. A., S. 51b, vgl. Kaufmann, Die Sinne, S. 87, Anm. 15.

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