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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 6 · p. Seite 658

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 6
Article
Die Stellung des Simon ben Zemach Duran in der Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie
Date
1908-01-01
Page
Seite 658 (sequence 18)
Language
German
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658 Die Stellung des Simon ben Zemach Duran etc. nicht auf Gott und auch nicht auf die getrennten Intelligenzen, sondern auf die Himmelskörper bezogen wissen will1). Dagegen neigt er sich dem Glauben an die von den Kabbalisten gelehrte Seelenwanderung zu, wenigstens was die Seelen der Sünder betrifft, denen dadurch die Möglichkeit gewährt werden soll, zu einer Läuterung ihres Wesens zu gelangen2). Was sich sonst noch an kabbalistischen Eiementen bei ihm findet, das hat er aus den Schriften des seinem Familienkreise angehörenden und von ihm besonders verehrten Nachmanides entnommen. Im Übrigen lehnt er es ausdrücklich ab, sich mit den Lehren der Kabbala zu befassen, weil er von ihr keine durch Tradition vermittelte Kenntnis besitze3). Allerdings ist Duran nicht frei von abergläubischen Vorstellungen und stellt sich darin in einen bedauerlichen Gegensatz zu den Anschauungen des Maimonides, der bekanntlich jeden, auch den durch die Tradition sanktionierten Aberglauben mit Entschiedenheit abweist Er glaubt an wahrsagende Träume nicht nur in der von Aristoteles gemachten Einschränkung, nach der sie als natürliche Wirkungen aus körperlichen Ursachen abzuleiten seien4), oder im Sinne des Maimonides, der sie als eine der Erscheinungen der Prophetie gelten läßt, sondern in der allerweitesten Ausdehnung, und will sogar selber solche Träume gehabt haben. Einmal, so erzählt er, habe er im Traum mit einem König des Ostens gesprochen und ihn gefragt, was er mit dem erstrebten Gelde wolle, worauf ihm dieser erwidert habe, daß er damit die Stadt erobern wolle, in der sich *) M. A., S. 21 b. *) M. A., S. 88. E. lik., cap. 19, S. 27 a. *) Hkomment,, S. 53 b: והאריך בזה הרב (הרבב״ן) לפי שהם דברי קבלה ולא זכינו בהם■ בפי בקובל לא נדקדק כלל בשבות אלו בפי׳ הכתובים ונתפום בהם דדך בעלי הפשש, das. S. 125 a: ויש זו ענין נסתר לבקבליהאמח לא זכינו בר, s. 140 a: ויש בפסוקים אלה דרך אהדת לבעלי הקבלה. 4) Zeller, Philosophie d. Griechen III, 1*, S. 424, Anm. 3.

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