Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 6
- Article
- Die Stellung des Simon ben Zemach Duran in der Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 651 (sequence 11)
- Language
- German
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Die Stellung des Simon bei! Vemach Duran etc, 651 Glaube an die Göttlichkeit der Thora unvereinbar wäre1). Allein nichts liegt unserem Denker ferner, als sich dem fanatischen Glaubenseifer eines Schemtob ben Schemtob und anderer Gleichgesinnter anzuschließen und in jeder noch so geringfügigen Abweichung von den Anschauungen der überlieferten Glaubenslehre sogleich ein Zeichen der Häresie und der Lossagung vom Judentum zu erblicken. Sehr interessant ist in dieser Beziehung der Kanon, den er an einer Stelle der Einleitung zu seinem Hiobkommentar auf- ־ stellt; den wir hier ausführlicher wiedergeben wollen zugleich als ersten Beleg für die Skrupellosigkeit, mit der Albo sich die Darstellung Durans bis in alle ihre Einzelheiten zu eigen gemacht hat. Wer eine Glaubenslehre der Thora leugnet, so sagt Duran, obschon er weiß, daß dies eine Lehre der Thora sei, der allerdings ist als ein Ketzer und als der Gemeinschaft des Judentums nicht mehr zugehörig zu betrachten. Wer sich jedoch zu dem Glauben an die Grundlehren des Judentums bekennt, in einzelnen Punkten aber durch seine Spekulation zu einer von der Tradition abweichenden Auffassung gelangt und, weil er diese für richtig hält, die Schriftverse seiner Auffassung gemäß umdeutet, der ist, da er sich nicht in einen bewußten Gegensatz zu der Lehre der Thora stellt, nicht als Ketzer zu betrachten. So hat es unter unseren alten Weisen manche gegeben, die in der Schöpfungslehre von der überlieferten Auffassung abwichen, indem der Eine die Behauptung aufstellte, daß es eine Zeitfolge schon vor der Schöpfung gegeben habe, ein Anderer, daß Gott Welten gebaut und wieder zerstört habe, und ein Dritter einen Ausspruch gelan hat, der die Deutung zuläßt, als ob die Welt aus einer präexistenten Materie geschaffen sei. Darum aber wird es niemandem beikommen, 0 M. A. s. 93 b:!הכופרים אומרים, כי המאמין בקדמות על כרחו יכחיש .תורה מן השמים, ואם הניחתו התורה תהיה מכחשת את עצמה, על בכן] הציחה החרוש כרי שיאמינו המון הפתאים אפשרות תורה מן השמים, ככר ראיתי מי שאומר כן, תאלמנה שפתי שקר הדוברות על צדיק עתק ובר vgL Isak . Albalag in.