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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 6 · p. Seite 644

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 6
Article
Die Stellung des Simon ben Zemach Duran in der Geschichte der jüdischen Religionsphilosophie
Date
1908-01-01
Page
Seite 644 (sequence 4)
Language
German
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644 Die Stellung des Simon ben Zemach Daran etc. stellte, man könne als Philosoph von der Ewigkeit der Welt überzeugt sein und sich dabei doch vom Standpunkt des Glaubens aus zu der Lehre von der Zeitlichkeit der Schöpfung bekennen1 * * * * * *). Man wird diesen Ausschreitungen gegenüber, die von den Anhängern der Philosophie begangen wurden, den heftigen Widerstand, der von den hervorragendsten Vertretern des überlieferten Judentums dem weiteren Eindringen der Philosophie in das jüdische Geistesleben geleistet wurde* verstehen und ihm eine gewisse Berechtigung nicht bestreiten können. Es war eine nicht nur begreifliche, sondern geradezu unvermeidliche Reaktion des religiösen Bewußtseins, die in dem Kampf gegen die das ganze religiöse Leben unterwühlenden und vielfach auch des rechten wissenschaftlichen Ernstes entbehrenden Bestrebungen jener seichten philosophischen Aufklärer zum Ausdruck kam. Ein Vertreter von ganz anderer ,Art war dem arabischen Aristotelismus in Gersonides erstanden. Ein ernster, durch ungewöhnlichen Scharfsinn ausgezeiclv neter Denker und dabei eine tief religiöse Natur, hatte auch er sich die Aufgabe gestellt, in ähnlicher Weise, wie es vor 1) Hechaluz VI, S. 93: ועל הדרך הזה תמצא דעתי* בדברים רבים הפך אמונתי כי אני יודע מצד המופת כי זה אמת על דרך הטבע ואני מאמין מדברי הנביאים כי ד,פכו אמת על דרך נם, das. VII, S. 166 : והאמת אצלי כי אפילו החדוש הגרוע א״א להכחישו מצד האמונה אבל אפשר להכחישו מצד העיון, das.: ואני מודה לפשט התורה ע״ד אמונה פשוטה מבלי ראיה, ומודה לפילוסופיא מדרך ׳הטבע והעיון האנושי das.: ואז ידע. כי אינני מודד, לדעת הפילוסופים אלא על שם שאין המחקר האנושי מניח אותי להכחישו, ולפיכך אני מודה דרך ידיעה אנושית לא דרך אמונה. Unter den von dem Bischof Tempier in Paris im Jahre 1277 verurteilten Sätzen findet sich auch der folgende: Quod naturalis philosophus simpliciter debet negare man di novitatem, iquia nititur causis et rationibus naturalibus, fidelis autem potest negare mundi aeternitatem, quia nititur causis supranaturalibus. Quod creatio non est possibills, quam vis contrarium sit tenendum secundum iidem. Vgl. Du Boulay, Hist. Universit. Paris VII, pag. 433; Renan, Averroes et Y Averroisme8, S. 274; B. Haureau, in Hist. litt, de la France XXIX, S. 333 fg.; CI. Baeumker, Die Impossibilia des Siger von Brabant, S. 106 fg.

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