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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 5 · p. Seite 627

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 5
Article
[Rezension]
Date
1908-01-01
Page
Seite 627 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Besprechung. 627 babylonischen Redaktion aufgenommen wurden, fehlen in der Tosefta; hingegen enthält sie die von der babylonischen Redaktion ausgeschiedenen Teile und die Varianten der Mischna, so daß durch Zuhilfename von Mischna, Tosefta und Jeruschalmi die ursprünglich palästinensiche Mischna hergestellt werden kann. In diesem Bande wird in 32 Nummern, von denen einzelne in mehrere Artikel zerfallen, welche Abhandlungen über verschiedene Gebiete der Halacha enthalten, dieser Nachweis durch genaues Eingehen auf die Quellen, Kommentatoren und Dezisoren in klarer, verständlicher Weise geführt. So wird beispielsweise in Nr. 1 mit der Überschrift »ל mit dem Infinitiv des verbum und על mit dem Abstraktum« gezeigt, daß die Regel über die Form der Segenssprüche bei Ausübung der religiösen Gebote (ברכות המצות) verschieden war nach palästinensischer Halacha — Tosefta und Jeruschalmi — und babylonischer Halacha — Mischna Boraitha und Gemara —. In Nr. 2 wird nachgewiesen, daß der Ausdruck עובר לעשיוזו eine andere Bedeutung hat im Jeruschalmi und eine andere im Babli. In Nr. 3 wird gezeigt, daß nach Tosefta und Jeruschalmi ein Unterschied bestand zwischen [הניח תפילי] ,נת] תפילי und [לבש תפילי, der in der Mischna und im Babli verwischt ist. So hat ferner die Phrase ניטל את החולין כדי תרומת מעשר שבטבל (Nr. 6 a und b) nach dem Babli einen anderen Sinn als nach der Tosefta und dem Jeruschalmi. Über [דבר שיש לו מתירי (Nr. 9 a—c) haben die Tosefta und der Jeruschalmi eine andere Auffassung als der Babli, was in Babylonien zur Änderung der pal. Mischna führte, sowie zur Bildung neuer Boraithas aus Konsequenz der — irrigen Interpretation (לאו בפירוש אלא מכללא אתמר). Ebenso herrscht eine verschiedene Auffassung zwischen den palästinensischen und babylonischen Quellen über מין במינו (Nr. 17 a—e) und טעם כעקר (Nr. 18). So fanden wir sprachliche Unterschiede zwischen der Tosefta und Mischna (Vgl. Nr.. 31, [ר־ו ,בין־בי). Mehrere Mischnas, die bis jetzt unerklärt geblieben sind, finden durch meine These befriedigende Erklärung (Nr. 4, 19 c). Die Schwierigkeiten, die nach allen Erklärern über die Materie ביעור Zurückbleiben, glaube ich, befriedigend gelöst zu haben. Andere Themata wird der zweite Band bringen. H. Vogelstein hat in seiner Schrift: »Die Landwirtschaft in Palästina«, mehrere Worterklärungen gegeben mit dem Nachweis Mischna Tosefta, Ich habe gezeigt, daß die Worte in der Mischna anders zu erklären seien als in der Tosefta. An mehreren Stellen habe ich dargetan, daß das System der Tosefta ein anderes sei, als das der Mischna (s. Vorrede X, wo ich auf die Stellen verwiesen habe). 40*

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