Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 5
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1908-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Tosefta Wisohna und Soraita in ihrem Verhältnis zu einander, oder palästinaensische und babylonische Halacha. — Ein Beitrag zur Kritik und Geschichte der Halacha von Dr, M. S. Zuckermandel, Rabbiner. In zwei Bänden. Erster Band. XXX und 484 S. Kommis״ sionsverlag von J. Kauffmann, Frankfurt a. M. 1908, 8. Der Aufforderung des geschätzten Redakteurs der Monatsschrift, eine Selbstanzeige des in der Überschrift genannten Buches zu geben, komme ich um so bereitwilliger nach, als ich im Jahrgang* 1874 dieser Zeitschrift meine These über das Verhältnis der Tosefta zur Mischna in mehreren Artikeln zum erstenmale veröffentlicht habe, welche These ich dann in meiner Schrift: »die Erfurter Handschrift der Tosefta beschrieben und geprüft« (Berlin 1876) und in meinen Tosefta-Varianten (Monatsschrift und Sonderabdruck, Trier 1881) zu stützen suchte. Dem gleichen Zweck ist dieses Werk gewidmet. Ich komme damit meinem Versprechen nach, welches ich in meiner »Erklärung« (Monatschrift 1874, S. 427) gegeben, »daß ich mich .... in meinen Studien nicht beirren lassen und meinen Weg mit Gottes Hilfe fortsetzen werde«. Durch des Allgütigen Gnade ist es mir vergönnt, den ersten Band des Werkes herauszugeben, dessen zweiter zum größten Teil schon gedruckt ist und in nicht ferner Zeit mit Gottes Hilfe erscheinen wird. Wie in den Artikeln der Monatsschrift und den genannten Schriften zeige ich auch in diesem Werke durch Analyse vieler talmudischer Themata, daß durchweg ein Gegensatz besteht zwischen palästinensischer und babylonischer Halacha, daß die Begriffe über die bearbeiteten Materien andere sind nach palästinensischer, andere nach babylonischer Auffassung, daß der Jeruschalmi mit der Tosefta übereinstimmt, der Babii aber mit der Mischna, woraus folgt, daß die palästinensische Mischna in Babylonien neu redigiert wurde. Die Teile, die unverändert aus der palästinensischen Mischna von der