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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 5 · p. Seite 611

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 5
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1908-01-01
Page
Seite 611 (sequence 21)
Language
German
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Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. 611 Eschkol ha-Kofer sich die Resultate der Forschungen des seine Sekte schonungslos bekämpfenden Abraham Ibn Esra ohne weiteres zu eigen zu machen1). Die Leistungen des Ahron ben Mosche ben Ascher insbesondere, die zuletzt Bacher mit der ihm eigenen Präzision dargestellt hat2), führen uns bereits in die Vorhalle zu dem stolzen Bau, der jüdischen Nationalgrammatik, die ihre ersten Anregungen dem Stammland verdankt. Im Zusammenhang mit dieser Darstellung von der in Palästina auf die äußere Gestalt der schriftlichen Lehre verwendeten Mühe sei noch kurz die Pflege des Gesetzes- Studiums, das an die mündliche Lehre anknüpfte, besprochen. Es läßt sich nicht leugnen, daß Palästina immer mehr in geistige Abhängigkeit von Babylonien geriet und die Stagnierung in der Entwickelung der Halacha eine beständige war. Hieran änderte auch zunächst nichts die Übersiedelung Mar Sutra’s aus Babylonien, wo eine kräftig pulsierende talmudische Tätigkeit sich geltend gemacht hatte, die auch die im sechsten und siebenten Jahrhundert zum Teil mit Religionsverfolgung verbundenen Erschütterungen nicht ganz zum Stillstand hatten bringen können. Demgegenüber bietet Palästina uns aus der genannten Zeit nur Sammlungen von Halachas, wie sie in der allerdings erst später endgiltig redigierten Massechet Sof’rim enthalten sind. Allerdings ist in diesem Lande mehr der Midrasch gepflegt worden. Als Zeugnis dieser Tätigkeit haben wir zunächst die Sammlung des sogenannten *) Vgl. die Ausführungen von Bacher in seiner Abhandlung über Jehuda Hadassi’s Grammatik und Hermeneutik, Monatsschr. 1896, S. 68 fgg. u. ibid. S. 126. 2) In seiner Schrift: Die Anfänge der hebr. Grammatik, S. 22—38. Die Terminologie Ben! Ascher’s ist von ihm in seiner Schrift: Die grammatische Terminologie des Juda Chajüg gelegentlich nachgewiesen. 39*

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