Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 609 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/2829132-2829811-2829817-2888662--36524-2888778- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. 609 sich nur winzige Reste erhalten, von denen die meisten die Punktation, eine die Akzentsetzung betreffen1). In einigen dieser Mitteilungen wird er als המלמד, der Lehrer, bezeichnet. Im weiteren Verlauf der erwähnten Massöretenliste begegnet uns der Name R. Mosche, der auch den Namen Mocha führt. Ein alter Irrtum, der aus dieser doppelten Bezeichnung zwei verschiedene Personen konstruieren wollte, hat diese zugleich auch für das Karäertum in Anspruch genommen, als die Begründer des tiberiensischen Vokalisationssystems,2מתקני ניקוד הטבראני)/ Dieser Bericht hat: ebensowenig Anspruch auf Glaubwürdigkeit, wie der des gefälschten Berichtes des Abraham beh Simcha3), wo von dem Nakdan Mosche, als erstem Erfinder der Vokale behufs Erleichterungdes Unterrichts, gesprochen wird, woböi eben nur das eine historische Reminiszenz ist, daß die Vokalzeichen dem Jugendunterricht 1'hre Entstehung verdanken. Eine besonders eifrige Pflege widmete die Familie des Ascher, genannt הגדול הזקן, zu Beginn des neunten Jahrhunderts, dem Studium der Massora. Welche Anerkennung den Leistungen der palästinensischen Massöreten in Babylonien gezollt wird, ersehen wir aus den Worten des Gaon Zemach ben Chajjim in seinem Responsum an die Kairuaner Gemeinde betreffs : Eldad ha-Danis4 S), wo er auch unter anderem von dem Unterschied zwischen Babylonien und Palästina sagt: ואפילו במקראות שהן קבועין בכתוב יש שינוי בהן בין בבל לא״י בחסרות וביתירות ובפתוחות ובסתומות ובפסקי הטעמים ובמסורות בחיתוך הפסוקים, eine Äußerung, die übrigens auch für die Bezeichnung des Massorastudiurns zu jener Zeit von Bedeutung ist. Was nun die beiden letzten r) In den Dikduke selbst wird er nur S. 14, § 14 erwähnt; vgl. die Zusammenstellung a. a. O. S. 84. 2) Vgl. hierüber Monatsschrift 1876, S. 480 u. 1831, S. 403, ferner Harkavy bei Rabbinovitz, דברי ימי ישראל III, S. 195, Anm. •41. 3) Vgl. Graetz V3» S. 475 - 476, und dagegen Harkavy a. a. ö. S SSO, Anm. 113. 4) Vgl. Epstein. Eldad Hadami, S. 7. Monatsschrift, 52. Jahrgang. 39