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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 5 · p. Seite 527

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 5
Article
Zum Andenken an Moritz Veit
Date
1908-01-01
Page
Seite 527 (sequence 15)
Language
German
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Zum Andenken an Moritz Veit. 527 und läßt sich von dem verständigen Sinne der jetzigen Stände- Versammlung das Beste erwarten. Leben Sie wohl und erfreuen Sie mich recht bald durch eine Erwiderung. Mit Hochachtung Ihr ergebener Dr. Jacoby, (Kneiphöfische Langgasse Nr. 34). No. 3. Veit an Johann Jacoby. Berlin, — Mai 1841 t) Wenn ich Ihre werthen Zeilen vom 12. März erst heute beantworte, so möge mich die Unruhe entschuldigen, in welcher ich seit jener Zeit gelebt habe, ein Umzug, die Krankheit meiner Frau, dann die Leipziger Ostermesse haben mich immer nur auf das Nötige, Nächste hingewiesen und mir den Genuß versagt, mich mit Ihnen zu unterhalten. Daß sie die Erquickung, die Sie Tausenden bereiten, mir noch persönlich zugedacht, dafür bin ich Ihnen dankbar verbunden; wenn ich Ihnen sage, daß ich das Buch bereits kannte, in seinen Hauptpunkten aus dem Gedächtnis zu rezitieren wußte, als ich ein Exemplar von Ihnen erhielt, so werden Sie das ganz in Ordnung finden. Sie haben uns das Wort vom Munde genommen und ihm Gestalt und Ausdruck verliehen, wie ich bisher nur bei den alten Rednern und Historikern gefunden habe, und ich bin überzeugt, daß Sie ebenso sehr durch die meisterhafte Form als durch die Wahr־ hafligkeit des Inhaltes gewirkt haben. So ist Ihr Buch ein Ereignis geworden, ein ewig denkwürdiges, in der preußischen Geschichte, das, wenn die gegenwärtige Krisis vorüber ist, seine eigenen Geschichts- Schreiber erfordern wird. Die Ansicht der Philister, als ob ihre mutige That der heiligen Sache unserer Glaubensgenossen Nachtheil bringen würde, bin ich von vornherein entgegengetreten und war nicht wenig stolz darauf, als ich aus Ihrem Schreiben ersah, daß Ihre Motive mit den von mir angegebenen Gründen vollkommen übereinstimmen. Einer abschlägigen Antwort auf unsere Petition dürfen wir wohl entgegensehen; sie dürfte bereits unterwegs sein; doch kann ich mich nicht überzeugen, daß die Zeit nicht günstig gewählt war; um in einen Loostopf zu greifen, bedarf es am Ende weder der günstigen noch der ungünstigen Tage; man greift eben hinein und gewinnt oder verliert. Auch glaube ich nicht, daß wir ganz und gar iverden verloren haben, wir gewinnen am Ende noch ein Loos zu *) Der Monatstag ist von Veit ausgelassen.

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