Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 5
- Article
- Zum Andenken an Moritz Veit
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 525 (sequence 13)
- Language
- German
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Zum Andenken an Moritz Veit. 525 wendige Institution aus eigener Kraft zu schaffen und zu erhalten imstande sind, und daß wir bei Begründung derselben unsere Kräfte nicht zersplittern, sondern auf die rechte Weise zu konzentrieren vermögen.« Jacobys gleich mitzuteilende Antwort geht auf diese Angelegenheit ein, behandelt aber zugleich die politisch״ jüdischen Verhältnisse. Die drei Gemeinden, welche bald nach der Thronbesteigung Friedrich Wilhelms IV. Petitionen um Gleichstellung an den König richteten, sind Breslau,, Königsberg, Berlin. Die Schrift, die Jacoby an Veit übersendet, sind die berühmten »Vier Fragen beantwortet von einem Ostpreußen«. — Der Professor Moser, von dem in den folgenden Briefen gelegentlich die Rede ist —־ nicht zu verwechseln mit dem oben erwähnten gleichnamigen Freunde Heines — ist vermutlich ein Königsberger Universitäts- oder Gymnasialprofessor. Die persönliche Zusammenkunft, von der in dem dritten Briefe die Rede ist, fand im September 1841 statt. (Näheres darüber vgl, Veit-Sachs S. 41 ff.; die dort erwähnten Verhandlungen und Petitionen werden übrigens in M. Philippson »Neueste Geschichte« S. 267 nicht erwähnt.) Aus unseren Aktenstücken, besonders aus Brief 4, aber auch schon aus den Briefen von Veit an Sachs geht ganz klar hervor, daß Ludwig Philippson keineswegs der erste war, der eine Petition gegen die Ausschließung der Juden vom Soldatenstand an den König richtete, eine Bittschrift, die den Anstoß zu Massenpetitionen gegeben haben soll, sondern daß die Berliner Gemeinde auf Anregung Veits längst vorangegangen war. ־.2 Johann Jacoby an Veit. Königsberg, 12. März 1841. Geehrter Herr! Für freundliche Mittheilung Ihrer gehaltvollen Rede über das Schullehrerseminar meinen herzlichen Dank. Gemeinsinn und Geistesbildung — vor allem der unterdrückten Religionspartei nothwendig — werden.