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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 4 · p. Seite 478

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 4
Article
Die Vorarbeiten für die badische Judengesetzgebung in den Edikten 1807 - 1809
Date
1908-01-01
Page
Seite 478 (sequence 6)
Language
German
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478 Die Vorarbeken für die badische Judengesetzgebung. »Art mischen, ihre Tücke und Unverschämtheit mittheilen, »Sitten und Familien verderben«. »Selbst der Sittlichkeit der Juden sezt es eine un- »übersteigliche Hindernis; von seiner Kindheit an dazu »angeführt, werden ihm Lug und Trug mit allen ihren Hilfs- »mittein eingeprägt« Sehr bemerkenswert ist, daß als zweiter Schaden »ihre Bettel Verfassung« genannt wird : »Ganze Kolonien durchziehen die Länder, bedrücken eines- »theils die ansäßige und wohlhabende und begünstigen »ander Seits diejenige, welche gestohlene oder wenigstens »verdächtige Waaren einhandeln, die sie ihnen auswärts »absetzen; stehlen auch wohl selbst« Drittes ist »ihre »Faulheit«. »Nie sieht man eine jüdische Magd nähen oder »stricken; nie einen Juden seinen Garten bauen; nie ein »nur etwas mühsames Gewerb treiben, wenn ihn dies auf »den Stuhl fesselt Viertens durch die »Abweichung von »den übrigen Gliederder bürgerlichen Gesellschaft«, durch den Gebrauch hebräischer Sprache oder Schrift in Büchern, Rech» nungen, Heiratskontrakten, Testamenten, das Fehlen bestimmter Familiennamen, Mangel an öffentlichen Schulen. Dieses wird näher ausgeführt, wobei Wahres und Nichtverstandenes sich grotesk mischt »In ihren sogenannten Schulen wird nicht gelehrt, nur gebetet oder gesungen, und wo auch öffentlicher Unterricht außer diesen staattfindet wird der Knabe »nichts gelehrt, was ihm zur Wissenschaft, Kunst, oder irgend »einer Fertigkeit nützen könnte. Sprüche aus der Thorah — »die 5 Bücher Moses — ein ganz unverständlicher Com- »mentar darüber — und der Talmud umfassen den ganzen »Unterricht vom 3. bis zum 14. Jahr, und nach diesem ist »der Sohn des Gebots verbunden, alle 248 Ge-und 565 (??) »Verbote zu halten; wie leer dabei der Kopf und wie un- »empfindlich das Herz bleibe, läßt sich leicht gedenken.« Gegen die Privatlehrer zitiert er Bendavid: Etwas zur Charakteristik der Juden S. 24 bis 27, der diese als »stockdumme arme Frömmler« verlacht. Auch fehlen Standesregister.

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