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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 4 · p. Seite 471

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 4
Article
Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter
Date
1908-01-01
Page
Seite 471 (sequence 17)
Language
German
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Beiträge zur Geschichte und Literatur im gaonäischen Zeitalter. 471 vorgetragenen Pijjutim handeln, was auch schon Schreiner in den Nachträgen zu seiner genannten Studie mit Berufung auf die erwähnte Stelle des Sefer ha־Ittim annimmt1). Wir besitzen noch andere Zeugnisse, die sich zunächst aus der Anwendung des Wortes Chassanut und Chassan ergeben. Die in letzter Zeit mehrfach aus der Genisa veröffentlichten Bücherlisten enthalten Verzeichnisse von Werken, die als חזאנה bezeichnet werden, und aus denen wir unter anderem entnehmen, daß Jannais Pijjutim, הזאנה ינאי ■, noch im XL oder XII. Jahrhundert, mit Kömmentaren versehen, in jüdischen Bibliotheken vorhanden waren2). Wenn auch im Allgemeinen die Gebetbücher für die Feste und Sabbate mit dieser Benennung versehen werden, so ersehen wir doch aus manchen Titeln, daß speziell die liturgischen Stücke für die feierlichen Tage diesen Namen tragen3). So findet sich ein mit חזאנה bezeichneter Band besonders für Simchat Thora4), ein anderer wiederum, der neben שבחות also »Benediktionen«, noch הזאגדן enthielt5), womit natürlich nur die Pijjutstücke gemeint sein können. Wenn nun gegen unsere Identifizierung der aus den Unterdrückungen der Lehrvorträge entstandenen Pijjutim mit der Bezeichnung חזאנה eingewendet werden dürfte, daß diese nur in der arab. Form vorkommt, und eine hebräische Bezeichnung nicht gesichert ist6), so ist zu bemerken, daß das Wort nur als eine Übertragung aus dem hebräischen herübergenommen sein kann, da das v) Vgl. Monaischrift Jhrg. 1899, S, 522 und die dort gegebenen Nachweise. 2) Vgl. Poznanski in JQR. XV, S, 77, Nr. 12 u. S. 78. 8) Vgl. die von Bacher in RdEJ. Bd. 39, S. 199 fgg. veröffentlichte Liste. 4) Vgl. a. a. O. S. 200, Nr. 24. 5) Vgl. ebendort Nr. 17 u. die Bemerkungen zu S. 202. 6) Auch die bei Zunz, Synagogale Poesie des Mittelalters, S. 60, Anm. 6, gegebenen Nachweise sind nur arabisch schreibenden Schriftstellern entlehnt.

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