Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 52 (1908)
- Issue
- Heft 4
- Article
- Michael Sachs
- Date
- 1908-01-01
- Page
- Seite 415 (sequence 31)
- Language
- German
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Michael Sachs. 415 Wie die Taube, die scheue, Erzittre voll Reue» Stets sorge hienieden. Um der Ewigkeit Frieden. In jeglicher Weil Such* ewiges Heil. In Tränen zerfließe, Im Gebete ergieße Dein Herz Ihm —, im stillen, Und tu״ seinen Willen. Dann werden die Engel des Friedens dein warten Und hin dich geleiten zum himmlischen Garten.« Die Augen dieser Poeten sind aber nicht nur auf die letzten Ziele des Daseins gerichtet, sie sind auch offen für die Schönheit dieser Welt. Und in einem anmutigen Liede zum Passafeste preist der Dichter Nachum den Frühling der Natur, die ihn umgibt, um sodann für Zion und seine Getreuen einen neuen Frühling zu erbitten1): »Winter ist davon gegangen, Schmerz und Trübsal mit ihm flieht, Wenn im Schmuck die Bäume prangen, Neu der Seele Lust erblüht.« »Sorgen, die das Haupt umschwirrten, Flieh’n, wenn sich die Beete gürten Mit dem Zaun der Myrten, Rings von bunten Farben Eingesäumt. Und hinstarben Meine Qualen ungesäumt, Sieh’ von duft'gen Höhen Myrrhen hauchend mich umwehen. Mit seiner Äste Prangen Hält der Nußbaum mich umfangen. Und es strömet Balsamhauch Durch der Schatten Grün, Wo links der Cassiastrauch, Rechts Aloeen blühn. ף S. 131 f.