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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1908-01-01 · Heft 4 · p. Seite 395

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
52 (1908)
Issue
Heft 4
Article
Michael Sachs
Date
1908-01-01
Page
Seite 395 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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Michael Sachs. 39S Die Hoffnung auf eine Verwendung im staatlichen Lehramte hat Sachs nur vorübergehend beschäftigt Nicht nur die äußeren Umstände, auch der innere Beruf führte ihn in den Dienst des Judentums. Wie im elterlichen Hause, so hatte er auch auf der Universität neben den klassischen Studien mit der Bibel und dem Talmud eingehend sich beschäftigt. Jene hatten ihn niemals der Heimat, der er entstammt war, entfremden können, und mit verstärkter Liebe kehrte er jetzt zu ihr zurück und suchte für sie zu verwerten, was er an Gutem und Schönem dort gelernt hatte. Den methodischen Gang strenger Wissenschaft, den er in der griechischen Altertumskunde gefunden, suchte er auf das Studium der Bibel anzuwenden. Das Verständnis für die Anmut der griechischen Poesie und für die Kunst ihrer Formen schärfte ihm den Blick für die innere und für die äußere Schönheit der heiligen Schriften. Die Verschiedenheit der Sprachen und Geistesrichtungen beider Literaturen ließ ihn die Eigenart einer jeden von ihnen klar erkennen, führte ihn in die Tiefen der einzelnen Worte und erschloß ihm den Geist, dem sie zum Ausdruck dienten. Diese Eigenschaften treten uns sofort in seiner ersten Schrift »die Psalmen übersetzt und erläutert«1) entgegen. Sachs bezeichnet seine Arbeit selbst als einen »Versuch zu einer wissenschaftlichen, philologisch strengen Auslegung der Psalmen« im Gegensätze zu den bisherigen Bearbeitungen, die nach seiner Meinung vielfach über die vorhandenen Schwierigkeiten der Sprache und des Gedankens hinweggegangen und mit einer ungefähren und nur umschreibenden Wiedergabe des vermuteten Sinnes sich begnügt hätten. Er will dagegen »von den Bedingnissen moderner Bildung und Gewöhnung« absehen, »die grauen Gestalten in ihrer eigentümlichen Weise Briefen S a I o m o n Munks im Jahrb. f. jüd. Geschichte und Literatur* Berlin 1899, S. 148 ff. A) Berlin 1835.

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